Über Umwege in den Playoff-Final

Nachdem sich die Wil Devils und Zürich Barracudas II mit je einem Sieg trennten, fand in der Folge das Entscheidungsspiel der Best-of-three-Serie statt. Dies mit erfreulichem Ende: Die Devils triumphieren mit 9:4 und sichern sich somit den Finaleinzug, wo man nun auf die Sissach Frogs trifft.

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Dank eines klaren Erfolgs in der dritten Playoff-Halbfinalpartie dürfen die Wiler Devils den Final bestreiten. Noch offen ist, ob dieser bereits am Samstag stattfindet. (Bild: pd)

Dank eines klaren Erfolgs in der dritten Playoff-Halbfinalpartie dürfen die Wiler Devils den Final bestreiten. Noch offen ist, ob dieser bereits am Samstag stattfindet. (Bild: pd)

BASEBALL. Weil nur eine Partie angesetzt war, konnten sich die Zuschauer an neun statt den üblichen sieben Innings erfreuen. Da aber sowohl die Zürcher Defensive als auch jene der Devils die gegnerische Offense in Schach halten konnte, war es zu Beginn ein Spiel ohne jegliches Spektakel.

Die nötige Unterstützung

Souverän halfen die Wiler Feldspieler ihrem Pitcher Diego Gladig, der mit einer guten Leistung die Basis für den wichtigen Sieg lieferte. Ausserdem machte es den Anschein, dass man mit dem gegnerischen Werfer weniger Mühe bekundete, als noch letzte Woche bei der 2:3-Niederlage. So standen regelmässig Runners auf den Bases, was aber in den ersten beiden Innings noch nicht zur Führung reichte.

Profitiert

Ein Spielabschnitt später war es dann endlich so weit: Wegen mangelnder Kommunikation verpassten es die Zürcher (einmal mehr) einen sichergeglaubten Pop-up zu fangen, wodurch der Wiler Lead-off (erster Schlagmann des Spielabschnittes) auf die erste Base vorrückte und später punktete. Die Antwort der Barracudas liess jedoch nicht lange auf sich warten. Auch sie konnten im vierten Inning einen Run buchen und hatten bei zwei Outs zudem alle Bases besetzt. Dank einem phantastischen Fly Out Manuel Kellers überstanden die Teufel diese brenzlige Situation und legten gleich selber nach. Mit je drei Runs in den nächsten beiden Innings erhöhten die Ostschweizer das Skore zwischenzeitlich auf 7:1.

Alles klargemacht

Die Barracudas gaben sich jedoch nicht geschlagen und kamen gefährlich auf 7:4 heran. Die Defensive der Wiler hielt in der Schlussphase dem Druck stand – vor allem dank unzähliger Outs des erst 15jährigen Alessio Borando, der Ball um Ball magnetisch anzuziehen schien. Auch in der Offensive erzielte man noch den einen oder anderen Hit, was schliesslich zum verdienten 9:4-Sieg führte.

Zusammenfassend zeigten sich die Wil Devils von ihrer positiven Seite und gingen wie schon vor einer Woche konzentriert zur Sache. Erneut wurden zahlreiche Pitcher eingesetzt (vier), die allesamt nicht viel zuliessen. Zu erwähnen ist eine relativ hohe Fehlerquote bei den Gegnern, welche die Partie durchaus noch spannender hätten gestalten können.

Final gegen Sissach Frogs

Somit kommt es im Final zum Wiedersehen mit den Frogs, die dank ihrer zwei Siege spielfrei hatten. Trotz einer positiven Bilanz der Teufel in den bisherigen Direktduellen, zeigten die Basler in jedem Aufeinandertreffen eine ansprechende Leistung, wobei die Frogs, so scheint es, immer mehr in die Gänge kommen. Die Devils sind also gewarnt, aber freuen sich auf die letzten Spiele der Saison. (pd)