Turnhalle mit Saal im «Sonnenhof»

KIRCHBERG. Die Kirchberger Saalkonferenz will Nägel mit Köpfen. Deren Mitglieder haben am Donnerstag entschieden, dem Gemeinderat eine Konzeptstudie für den Neubau einer Turnhalle mit Bühne auf dem Schulareal Sonnenhof zu beantragen.

Andrea Häusler
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Die Tage der «Sonnenhof»-Turnhalle könnten gezählt sein. Den Mitgliedern der Saalkonferenz schwebt ein Turnhallen-Neubau mit Bühne vor. (Bild: Andrea Häusler)

Die Tage der «Sonnenhof»-Turnhalle könnten gezählt sein. Den Mitgliedern der Saalkonferenz schwebt ein Turnhallen-Neubau mit Bühne vor. (Bild: Andrea Häusler)

In der Kirchberger Saalfrage zeichnet sich eine Lösung ab. Die Saalkonferenz hat sich an ihrer fünften Sitzung zumindest auf eine konkrete Idee und eine verbindliche Vorgehensweise verständigt. Dem Gemeinderat soll beantragt werden, Konzeptstudien für den Neubau einer Turnhalle mit vorgelagerter Aula und fester Bühne auf dem Areal der Primarschulanlage Sonnenhof in Auftrag zu geben. Auf der Grundlage des von den Vereinen gewünschten Raumprogramms und unter optimaler Nutzung der Synergien mit der Schule sollen Machbarkeitsstudien ausgearbeitet werden. Eine, die auf einer Turnhallengrösse von 12×24 Metern basiert und – auf Wunsch der Sportvereine – eine zweite, der ein Hallengrundriss von 16×28 Metern zugrunde liegt.

Abbruch der Turnhalle

Die bestehende «Sonnenhof»-Turnhalle mit Baujahr 1956 sei zwar kein Abbruchobjekt, sagte Schulratspräsident Alfons Schönenberger an der Sitzung in Müselbach, als Um- und Ausbauobjekt aber ungeeignet. Eingriffe in die Wandkonstruktion hätten aufwendige und kostspielige Anpassungen im Bereich der Statik zur Folge. Die Eignung der Schulanlage Sonnenhof als Saal-Standort blieb gleichwohl unstrittig. Nicht zuletzt aufgrund des beachtlichen Synergiepotenzials. Umso mehr, als auch die Primarschule das Schulraumangebot anpassen muss. Diskussionslos war somit klar: Die bestehende Turnhalle sollte weichen und einem Neubau Platz machen.

Räume und Einrichtung

Der von den 17 in der «Vereina» organisierten Dorfvereinen erarbeitete «Wunschzettel» umfasst einen ebenerdigen, rollstuhlgängigen, aber getrennten Turn- beziehungsweise Eventhallenzugang für die Schüler und die Öffentlichkeit. Ferner ein Office für Innen- und Aussenveranstaltungen, ein Foyer bzw. Raumangebot für Kaffeestuben oder Barbereiche sowie ein Untergeschoss mit Infrastrukturräumen. Ein besonderes Augenmerk soll auf die Akustik und den Belag des Hallenbodens gelegt werden. Die Vereine legen Wert darauf, dass der Bühnenbereich unabhängig vom Schul- und Turnbetrieb genutzt werden kann. Deren Idee besteht darin, dass eine abschliessbare Aula als Puffer zwischen Halle und Bühne geschoben wird. «Eine bestechende Idee», wie Schulratspräsident Schönenberger fand. Die Aula eignete sich für kleinere Anlässe oder als Probenraum und könnte der Schule zudem als Singsaal dienen.

Fragliche Hallengrösse

Uneins waren die Mitglieder der Saalkonferenz in der Frage der Turnhallengrösse. Vor allem aus Kostengründen. Aber nicht nur. Ein Saal könne auch zu gross sein, wurde gesagt. Die grosse Halle böte immerhin Platz für 500 Zuschauer, während die kleinere auf rund 350 Personen ausgelegt sei. Der Fokus müsse – trotz der geplanten Nutzung der Turnhalle für den Schul- und Sportbetrieb – auf dem Bedürfnis der Gemeinde nach einer festen Bühne und einem Saal für Unterhaltungsabende liegen, betonte Gemeindepräsident Christoph Häne. Kirchberg fehle nicht primär eine Super-Sporthalle, sondern eine Alternative, ein Ersatz schliesslich für den «Toggenburgerhof».

Die Saal-Frage beschäftigt Kirchberg, seit dem Herbst 2012, als der Kredit für den projektierten Gemeindesaal an der Urne deutlich abgelehnt worden war.

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