Trotz Verspätung war Uzwil in Arosa bereit

Der EHC Uzwil schaffte die erhofften Punkte im Bündnerland nicht. Arosa gewann in einem ausgeglichen Spiel 4:1. Der Gastgeber zeigte sich abgebrühter und letztlich souveräner. Das Spiel begann mit Verspätung.

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Eishockey. Die Voraussetzungen für einen Erfolg der Uzwiler präsentierten sich alles andere als ideal. Der Mannschafts-Car blieb auf der Höhe Landquart in einem Stau stecken und kam erst um 16.45 Uhr in Arosa an. Die geplante Anspielzeit wurde deswegen von 17.30 Uhr auf 18 Uhr verschoben. Den Uzwilern darf attestiert werden, dass sie sich trotzdem bereit präsentierten.

Spiel auf gutem Niveau

Das Team aus dem Untertoggenburg leistete seinen Beitrag, dass die 500 Zuschauer gut unterhalten wurden. Die beiden Mannschaften spielten attraktiv und auf gutem Niveau. Arosa zeigte sich hingegen effizienter und setzte sich durch. Uzwil bekundete einige Mühe ins Spiel zu kommen, weil sie anfänglich zu viele Strafen einkassierten. Als Schiedsrichter Ummel zu «kompensieren» begann, war es für die Mannschaft von Trainer Bader schon zu spät, lag sie doch zu jenem Zeitpunkt bereits zurück.

Entscheidung nach Kontern

Assistenztrainer Massimo Diem zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden mit der Mannschaftsleistung. «Diese darf als gut bezeichnet werden. Aber an unserer Chancenauswertung haperte es und wir hatten auch nicht das nötige Wettkampfglück.» Dieses fehlte vor allem ab dem Zeitpunkt, als Uzwil mehr riskierte und den Ausgleich erzwingen wollte. «Es war nötig, dass wir offensiver spielten und mehr riskieren wollten. Doch in dieser Phase fiel die Entscheidung zugunsten von Arosa, das zwei Tore mittels Konter erzielen konnte.»

Ein Tor genügt nicht

Der EHC Uzwil hat zwar in Arosa schon einmal mit 1:0 gewonnen. Es ist aber schon sehr selten, wenn ein einziges geschossenes Tor ein Spiel entscheidet. Darum ist ein Treffer einfach zu wenig und es muss bei Uzwil wieder vermehrt das Augenmerk auf die Torproduktion gelegt werden, könnte man meinen. Dem widerspricht Massimo Diem allerdings. «Wir werden in der nächsten Woche genau so weitertrainieren wie bisher und unser Ziel nicht aus den Augen verlieren.» Das Ziel heisst: Playoffs. (uno.)

Arosa – Uzwil 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) Eishalle – 503 Zuschauer – Sr. Ummel (Ehmke/Rüegg). Tore: 20. Bonorand (Ziegler, Bigliel) 1:0, 35. Schlup (Haueter, Schett) 2:0, 40. Rüfenacht (Amman) 2:1, 49. Schett (Paul) 3:1, 53. Cola (Paul) 4:1. Strafen: 8-mal 2 Min und 10 Min. (Hug) gegen Arosa. 9-mal 2 Min. gegen Uzwil. Arosa: Klingler; Brun, Figini, Haueter, Kuppelwieser, Manojiovic, Rietberger, Tischhauser, Rada. Bigliel, Bonorand, Hug, Schett, Ziegler, Pfister, Schmid, Schlup, Cola, Mazza, Paul, Altmann. Uzwil: Gallmann, Bischof, Lipp, Rüfenacht, Sturzenegger, Klopfer, Sinnathurai, Steiner, Frick, Ammann, Krüsi, Tanner, Barts, Homberger, Brasser, Scherrer, Breitenmoser, Stoob, Locher.