Trotz Unterschieden viel gemeinsam

Das Interreligiöse Frauenparlament fand dieses Jahr in Bern statt. Auch 17 Wilerinnen nahmen daran teil.

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Wilerinnen unterschiedlicher Religionszugehörigkeiten reisten gemeinsam nach Bern. (Bild: PD)

Wilerinnen unterschiedlicher Religionszugehörigkeiten reisten gemeinsam nach Bern. (Bild: PD)

17 Frauen aus Wil folgten der Einladung der Projektträgerschaft und reisten gemeinsam an die Tagung «Stand up! – Interreligiöses Frauenparlament» im Berner Haus der Religionen. Ziel dieser zweiten interreligiösen Tagung war es, Frauen zu ermutigen, in ihren Gemeinschaften wie in Gesellschaft und Politik aktiv teilzunehmen und über die Religionsgrenzen hinaus füreinander Verantwortung zu übernehmen.

Die Tagung stand unter dem Motto «Aufstehen, sich erheben, einstehen für jemanden, Verantwortung übernehmen». Als Rednerinnen waren die US-Botschafterin für die Schweiz und Liechtenstein, eine Islamwissenschafterin und eine Rechtsanwältin eingeladen. Weiter standen Workshops und Diskussionsrunden auf dem Programm.

Warum das Thema Interreligiosität frauenspezifisch anzugehen sei, wurde mit der Feststellung einer noch immer fehlenden Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Religion und Gesellschaft begründet.

In der Mittagspause hatten die Frauen Gelegenheit, verschiedene Gebetsräume zu besichtigen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Sabine Bruni, die als Kirchenvorstandsmitglied der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Wil zusammen mit der aktuellen Wiler Parlamentspräsidentin Christa Grämiger den Impuls zur gemeinsamen Reise an die Veranstaltung gegeben hatte, betont: «Die Tagung bot nebst interessanten Vorträgen und Workshops vor allem Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. Beeindruckt hat mich der allgemein spürbare Wille unter den Frauen, sich solidarisch für ein friedliches Miteinander einzusetzen. Als Tagungsort war das interkulturelle Haus der Religionen insofern ideal.» Auch für Christa Grämiger war die Reise nach Bern ein Erlebnis, und sie war beeindruckt, «wie viel Frauen unterschiedlicher Religionen gemeinsam haben». Sabine Bruni freute sich sehr, dass so viele Wiler Frauen der Einladung Folge leisteten: «Offenbar haben wir mit der Aktion ein Bedürfnis angesprochen.» Viele der Wiler Teilnehmerinnen haben den Wunsch, am Thema «dranzubleiben». Sie werden sich als Regionalgruppe wieder treffen und beraten, wie sie sich weiterhin für ein friedliches und respektvolles Miteinander einsetzen können. (sk)