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Trotz Tarnung kommen die Käufer: In Zuzwil findet ein weiteres Mal die Militär-Liquidation statt

Zum fünften Mal kommt es in Zuzwil zum Direktverkauf von Armee- und Outdoormaterial statt.
Annina Quast
Die alten Militärdecken weisen eine gute Qualität auf und sind gleichzeitig auch Erinnerungsstücke. Bilder: Annina QuastDie alten Militärdecken weisen eine gute Qualität auf und sind gleichzeitig auch Erinnerungsstücke. Bilder: Annina Quast
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Militärliquidation Zuzwil

«Als ich 1989 mit den Liquidationsverkäufen anfing, dachte ich, das Ganze wäre eine Sache von drei Jahren», sagt Fritz Dick, Inhaber und Geschäftsführer von Dicks Army Shop, dem grössten Direktverkauf für Armeematerial. Doch die Besucherzahlen und die Nachfragen waren hoch, und so feiert die Outdoor- und Militärliquidation dieses Jahr das 30-Jahr-Jubiläum. Seit den Anfängen hat sich aber so einiges verändert.

Bereits der Blick von aussen imponiert: Das Gebäude, in dem die Liquidation stattfindet, ist mit Tarnmaterial eingekleidet, ein grosser Metallbogen ziert den Eingangsbereich, über dem das Schweizerkreuz hängt. Im Inneren angekommen, erschlägt einen auf den ersten Blick das grosse Angebot. Von diversen Kleidern in Camouflage, Ferngläsern, Militärski, Kochgeschirr bis zu modernen Drybags und Militärboots gibt es alles zu haben – und das zu finanzierbaren Preisen.

Beliebt bei Familien und Pfadfindern

«Dadurch, dass viele Marketingkosten eingespart werden und hier alles auf dem direkten Weg ankommt, kann die Ware zu erschwinglichen Preise verkauft werden», sagt Dick. Der ehemalige Exportberater hat zwar keine grosse Militärlaufbahn hinter sich, doch die Liebe zur Qualität und die Chance, mit Konsumgütern zu handeln, hat ihn zu einem leidenschaftlichen Messeveranstalter gemacht, der mit den Veränderungen seiner Kundschaft Schritt halten will.

Vor allem Familien und auch Pfadfinderorganisationen zählt Fritz Dick zu den regelmässigen Besuchern. «Die Messe ist Generationensache: Für die Älteren hat das Material oft emotionalen Wert, die Jüngeren greifen meist auf den Outdoorgebrauch zurück.» Angestossen durch die Militärreform 95, bei welcher der Armeebestand von rund 800000 Mann um über einen Drittel gesenkt wurde, verkaufte Dicks Army Shop anfänglich ausschliesslich Militärware.

Da sich der Trend in Richtung Outdoor bewegt, bietet Dick jetzt auch allerlei Campingmaterial an. Das heisst jedoch nicht, dass der Verkauf des Armeematerials eingestellt wird, denn dieses wird von den Kunden immer noch geschätzt: «Ich komme gerne hierher, weil es einfach eine unglaublich grosse Auswahl an Schweizer Militärware gibt. Noch dazu ist die Messe immer sehr gut sortiert», sagt ein Besucher, der sich als Sammler und Liebhaber sieht.

Militärgeschichte macht den Verkauf möglich

Auch wird die Kulisse der Messe als positiv wahrgenommen. Man sehe die Leidenschaft, die darin stecke, sagt der Besucher. Auch der typische Schweizer Militärrucksack erfreut sich grosser Nachfrage – die neu produzierte Kollektion wird an der Liquidation in Zuzwil erstmals zum Verkauf angeboten.

Immer wieder bekommt Dick erstaunte Kommentare zu hören, dass eine solche Messe in anderen Ländern nicht möglich sei. «Dadurch, dass die Schweiz noch nie in einen Krieg involviert war, haben die Bürger ein entspannteres Verhältnis zur Armee als in anderen Ländern.», sagt er. Dies mache den Verkauf erst möglich, und die internationale Nachfrage sei hoch. Dicks Army Shop darf dieses Jahr erstmals auch Schweizer Gastaussteller begrüssen – diese werden am Wochenende ihre Waren präsentieren.

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