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Trotz Schulraumnot: Wiler Kindergarten Neugruben wird aufs kommende Schuljahr geschlossen

Wegen der zu kleinen Klassengrösse wird der Kindergarten Neugruben fürs Schuljahr 2019/2020 nicht geführt. Ob es danach zu einer Wiederöffnung kommt, ist noch unklar. Schulratspräsidentin Jutta Röösli nimmt Stellung.
Nicola Ryser
Bald ein leerer Spielplatz: Der Kindergarten im Erdgeschoss der Neugrubenstrasse 29a bleibt im nächsten Schuljahr zu. Bild: Nicola Ryser

Bald ein leerer Spielplatz: Der Kindergarten im Erdgeschoss der Neugrubenstrasse 29a bleibt im nächsten Schuljahr zu. Bild: Nicola Ryser

In Wil herrscht zurzeit akuter Platzmangel im Schulwesen. Weil die Schülerzahlen sukzes- sive ansteigen, geht den Behörden der Schulraum aus. Nach langer Debatte soll mit dem Bau des Schulhaus-Pavillons Langacker immerhin eine Zwischenlösung im Dilemma gefunden werden. Dennoch: Es scheint zu diesem Zeitpunkt nicht einer gewissen Ironie zu entbehren, dass nun das Bildungsdepartement entscheidet, einen Kindergarten zu schliessen. Konkret: den Kindergarten Neugruben. Für das kommende Schuljahr 2019/2020 wird dieser nicht mehr geführt.

Der Entscheid sei aufgrund der zu kleinen Klassengrösse gefällt worden, erklärt Schulratspräsidentin Jutta Röösli. Zurzeit befindet sich im Neugruben eine Klasse mit elf Kindern. «Wir rechnen jedoch mit Klassengrössen im Kindergarten von 18 bis 19 Kindern. Dabei orientieren wir uns an den durchschnittlichen Schülerzahlen im Kanton St. Gallen», sagt Röösli. Im Volksschulgesetz werde gar von Klassengrössen im Kindergarten von 16 bis 24 Kindern gesprochen.

Limitierte Platzverhältnisse machten den Unterschied

Beim Kindergarten Neugruben ist ein solcher Umfang jedoch kaum möglich. «Der Kindergarten ist in einer Wohnung untergebracht. Die damit verbundenen limitierten Platzverhältnisse lassen hier nur eine Klassengrösse von zirka 15 Kindern zu», erklärt Röösli. Unterdotierte Klassen seien teuer. «Es ist demnach immer unser Ziel, optimierte Klassengrössen führen zu können.»

Jutta Röösli Schulratspräsidentin Wil

Jutta Röösli Schulratspräsidentin Wil

Ursprünglich habe man bei der ersten provisorischen Kindergarteneinteilung noch ins Auge gefasst, den Kindergarten Neualtwil fürs Schuljahr 2019/2020 zu schliessen. Dies, weil in dessen Einzugsgebiet sehr wenige Kinder in das 1. Kindergartenjahr eintreten würden. Schnell revidierte man jedoch diese Planung. «Neualtwil ist grosszügiger ausgestattet und kann dementsprechend mehr Kinder aufnehmen. In der Überprüfung der provisorischen Kindergarteneinteilung fiel folglich der definitive Entscheid auf Neugruben, auch mit Einbezug der Anregungen der Kindergartenlehrpersonen», erläutert Röösli.

Anstieg der Anzahl Schüler ist zu erwarten

Doch warum wird nun in Zeiten von steigenden Schülerzahlen und mangelndem Schulraum ein Kindergarten geschlossen? Röösli erklärt, dass die Gesamtzahl an Kindern vom kommenden Schuljahr im Vergleich zum aktuellen zwar leicht höher sein werde, schränkt aber ein: «Die Anzahl Kindergärtlerinnen und Kindergärtler fürs Schuljahr 2019/20 lässt sich mit der aktuellen Klassenzahl gut bewältigen.» Zudem werde – im Gegenzug zur Schliessung des Kindergartens Neugruben – der Kindergarten Letten II wieder geöffnet.

In den nächsten Jahren erwarte man dann einen weiteren Anstieg der Kinderzahl und werde neue Klassen bilden müssen.

«Es wird sich auch zeigen, ob im Schuljahr 2020/2021 der Kindergarten Neugruben wieder geöffnet werden kann.»

Bis auf weiteres werden jedoch die Räume des Kindergartens ab Sommer für die musikalische Grundschule genutzt.

Lösungen für Kinder und Lehrpersonen

Von den elf Kindern, die aktuell im Neugruben sind, werden vier per Ende des laufenden Schuljahres auf die Primarstufe wechseln, ein Kind zieht mit der Familie aus der Stadt weg. Die verbleibenden sechs Kinder besuchen ab Sommer neu die Kindergarten Städeli oder Neualtwil, jeweils aufgeteilt in zwei Dreiergruppen, sodass die Kinder beieinander bleiben. «Wir achten bei der Einteilung darauf, dass der Schulweg machbar ist, und dass ein Kind ‹Gspänli› hat und nicht alleine gehen muss.» Die Eltern seien bereits vor einiger Zeit darüber informiert worden.

Und die betroffenen Lehrpersonen? «In solchen Fällen schauen wir immer darauf, eine adäquate, stadtinterne Weiterbeschäftigung zu ermöglichen. Das ist auch hier so geschehen», sagt Jutta Röösli.

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