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Trotz einzelner Verschlechterungen: Regio Wil spricht von positivem Fahrplanwechsel

Ab dem 9. Dezember gilt der neue Fahrplan. Für einige Reisende führt er zu langen Wartezeiten am Bahnhof Wil. Gesamthaft bringt er jedoch eine Verbesserung für den Standort. Die Regio Wil will trotzdem weiterkämpfen für die Wiederherstellung des Knotens.
Gianni Amstutz
Mit dem Fahrplanwechsel verbessert sich die Situation für Pendlerinnen und Pendler, die via Bahnhof Wil reisen insgesamt. Einige müssen aber ab dem 9. Dezember lange Wartezeiten in Kauf nehmen. (Bild: PD)

Mit dem Fahrplanwechsel verbessert sich die Situation für Pendlerinnen und Pendler, die via Bahnhof Wil reisen insgesamt. Einige müssen aber ab dem 9. Dezember lange Wartezeiten in Kauf nehmen. (Bild: PD)

In weniger als einem Monat, am 9. Dezember, steht der grosse Fahrplanwechsel bevor. Für die Region Wil bringt er zahlreiche Veränderungen mit sich. In einer Medienmitteilung spricht die Regio Wil in diesem Zusammenhang von einer Attraktivitätssteigerung – und das trotz schlechterer Anschlussverbindungen für Reisende aus Braunau, Hosenruck, Wuppenau, Züberwangen, Dussnang und Fischingen sowie Nutzern der Bahnlinien S9 und S10. Sie müssen für Verbindungen in Richtung St. Gallen künftig bis zu 21 Minuten am Bahnhof Wil warten.

Viele profitieren, einige beissen in sauren Apfel

Bei der Regio Wil bedaure man diese Entwicklung, sagt Projektleiterin Sarah Hug. In den vergangenen drei Jahren habe man sich mit der Stadt und dem Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons St. Gallen dafür engagiert, den Verbindungsbruch zu verhindern. Letztlich erfolglos. Sarah Hug betont jedoch gleichzeitig: «Wiegt man alle Vor- und Nachteile gegeneinander ab, ist es für die Region in der Gesamtbetrachtung ein positiver Fahrplanwechsel.» So kommen neue, attraktive Verbindungen nach Romanshorn, Schaffhausen und Chur hinzu. Weiter erschliessen sich für die Region Direktverbindungen nach Zürich Oerlikon sowie Stettbach/Stadelhofen. Dies gebe der Regio Wil als attraktiven Wohn- und Arbeitsort Chancen für Geschäftsbeziehungen.

Man habe in den Verhandlungen versucht, die bestmöglichen Bedingungen für die grösstmögliche Anzahl Pendler zu erreichen. Dabei habe man die Hauptströme betrachtet. Mit Anpassungen des Busfahrplans konnten gewisse Nachteile aufgefangen werden, doch die ungünstigen Fahrzeiten der S1 für Pendler nach St. Gallen konnten «trotz sämtlichen Tricks und Kniffen nicht verhindert werden».

«Für jene, die nun in den sauren Apfel beissen müssen, ist es natürlich ein schwacher Trost, dass der Fahrplan gesamthaft verbessert wird.» Deshalb ist es das erklärte Ziel der Regio Wil die Benachteiligungen, die durch den Fahrplanwechsel entstanden sind, so bald wie möglich wieder zu korrigieren. Sarah Hug weiss jedoch, dass sich Veränderungen nicht kurzfristig realisieren lassen werden können. Besonders im Schienenverkehr daure es relativ lange. Umso wichtiger sei es, frühzeitig mit den Beteiligten das Gespräch zu suchen. «Die Regio Wil hat dazu eine Strategie mit den wichtigsten Punkten erarbeitet, um in den Verhandlungen unsere Bedürfnisse koordiniert anzubringen.»

Mit motorisiertem Individualverkehr mithalten

Die Bestrebungen für gute Anbindungen Wils an den öffentlichen Verkehr seien für den Wirtschaftsstandort essenziell. Die Strassen der Stadt können die steigende Verkehrsmenge nur zu einem bestimmten Grad aufnehmen. «Das Ziel der Regio Wil ist ganz klar, dass ein Grossteil des Mehrverkehrs mit ÖV und Langsamverkehr abgedeckt wird.» Dies könne nur dann gelingen, wenn der öffentliche Verkehr in punkto Reisedauer und Attraktivität mindestens mit dem motorisierten Individualverkehr mithalten könne. «Wenn jemand mit dem Auto einen Arbeitsweg von einer halben Stunde hat, mit dem ÖV aber alleine schon 20 Minuten Wartezeit in Kauf nehmen muss, dann geht die Rechnung nicht auf.»

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