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Trotz trockener Hitzewoche: Wasserknappheit in Wil ist noch kein Thema

Fast ein Jahr ist es her, als ein Grossteil der Ostschweiz mit Niederschlagsarmut zu kämpfen hatte. Nun ist die Hitze und Trockenheit zurück – doch die Technischen Betriebe Wil geben Entwarnung.
Nicola Ryser
Die Wiler Brunnen sind in Betrieb, auch wenn es zurzeit heiss und trocken ist. Bei einer längeren Dürre werden sie jedoch abgeschaltet. Bild: nir

Die Wiler Brunnen sind in Betrieb, auch wenn es zurzeit heiss und trocken ist. Bei einer längeren Dürre werden sie jedoch abgeschaltet. Bild: nir

Die Erinnerungen sind noch frisch. An das monatelange Feuerverbot. An den Krebsbach, den Alpbach oder gar die Thur, deren Wasserspiegel sich immer deutlicher senkte und den kiesiger Grund teils zum Vorschein brachte. An manche Autofahrer, die darauf verzichteten, ihre Karosserie in der Autowaschanlage zu putzen, um Wasser zu sparen. Oder an die Feuerwehr, denen das Löschwasser ausging.

Die Region Wil – wie auch die ganze Ostschweiz – hatte zu leiden im Sommer 2018. Dürre und Hitze machten Mensch und Tier zu schaffen. Juni, Juli und August fielen im Durchschnitt zwei Grade zu heiss aus. Weitaus schwerwiegender war jedoch die spärliche Niederschlagsmenge. Gerade 60 Prozent der Norm kamen zusammen.

Nun, zwölf Monate danach, erlebt die Schweiz ihre ersten Hitzetage des Jahres. Verständlicherweise kommt das Gefühl eines Déja-vu hoch: Droht bereits wieder eine Wasserknappheit, wenn das Wetter in den kommenden Wochen und Monaten so bleibt?

Grundwasserbestände haben sich erholt

Bei den Technischen Betrieben Wil (TBW) ist man keinesfalls beunruhigt ob der aktuellen Hitzeperiode. Zurzeit sei die Lage unter Kontrolle, sagt Andreas Gnos, Leiter Netz und Technik bei der TBW:

«Die Grundwasserstände haben sich grösstenteils erholt. Unsere Quellen liefern bereits wieder fast das Maximum ihres Potenzials. Der aktuelle Stand kann demnach als gut bezeichnet werden.»

Gnos hält gleichzeitig fest, dass das Versorgungsgebiet Wil vergangenes Jahr kaum unter der Trockenheit litt: «Wir hatten glücklicherweise keine Wasserknappheit zu vermelden.» Dennoch habe die TBW damals zur Sparsamkeit geraten. «Wir haben die Bevölkerung gebeten, ‹verantwortungsvoll› mit den Wasservorräten umzugehen», sagt Gnos.

Für den diesjährigen Sommer seien keine speziellen Massnahmen geplant. Die jetzige Hitzephase stelle auch keine Gefahr für die Wasserversorgung dar. «Es ist zwar schwer einzuschätzen, wie lange eine Dürre anhalten muss, damit eine Wasserknappheit entstehnt. Eine Hitzeperiode von wenigen Wochen ist aber sicher kein Problem.» Trotzdem: Im Falle einer monatelangen Trockenheit habe man vorausgeplant, sprich:

«Die Zusammenarbeit in den Wasserverbünden und der Zusammenschluss mit anderen Netzen wird gestärkt, um jederzeit einen Austausch des Wassers sicher zu stellen.»

Zuerst dürfte der Rasen nicht mehr bewässert werden

Wil bezieht den grössten Teil seiner Wasservorrats vom Quellwasser aus dem Cholberg, Boxloo und Uerental sowie vom Grundwasser aus der Thurau und Rossrüti. Gesichert wird die Versorgung via Regionalwasserversorgung Mittelthurgau Süd (RVM) und den Quellen aus Wilen. Wasserknappheit durch Trockenheit entsteht dann, «wenn bei uns die Verbrauchsmengen die Fördermengen übersteigen». Die ersten Schritte wären in der Folge, die Rasenbewässerung zu stoppen, die öffentlichen Brunnen abzustellen und die Bevölkerung erneut aufzurufen, Wasser zu sparen.

Doch Gnos betont, dass man davon noch weit entfernt sei. «Bei uns kann aktuell im Durchschnitt doppelt so viel Wasser gefördert werden als verbraucht wird. Die Situation ist also gut.»

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