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Trost und Hoffnung durch Pfingsten mit der Missa brevis intoniert

Pfarrer Christoph Baumann und der mit siebzehn Stimmen verstärkte Kirchenchor Niederuzwil-Oberuzwil gestalteten in der vollen Kirche gemeinsam einen mutmachenden Gottesdienst.
Annelies Seelhofer
Der Kirchenchor mit Solistin Isabel Cangelosi beglückte mit einer ausgereiften Darbietung. (Bild: Franklin Peter)

Der Kirchenchor mit Solistin Isabel Cangelosi beglückte mit einer ausgereiften Darbietung. (Bild: Franklin Peter)

In elf Proben hatte Chorleiterin Oxana Peter mit dem rund fünzigstimmigen Chor das Werk «Missa brevis a tre voci» von Michael Haydn erarbeitet. Wobei sich die Musikwelt nicht sicher ist, ob nicht vielleicht auch Mozart diese Messe geschrieben haben könnte. An Ostern war bereits die Oberuzwiler Kirchgemeinde in den Genuss dieser Musik gekommen.

Konfession spielt keine Rolle

Das fünfteilige Stück folgt ganz der Liturgie einer Messe, wobei die Konfession hier keine Rolle spielt. Der Dirigentin war es ganz besonders wichtig, dass das Werk frisch und jung dargeboten wird. In den Proben galt ihr Augenmerk daher immer wieder dem Fluss des Geschehens.

Glauben und Hoffnung, Trost und Freude

Die Solistin Isabel Cangelosi sang mit glasklarer Stimme – bis in schwindelnde Höhen hinauf – die anspruchsvollen Solostellen, die immer wieder in vierstimmigen Gesang überleiten. Der Komponist hat ganz unterschiedliche Stimmungen und verschiedenartige Rhythmen vorgegeben. Der Chor folgte den Anweisungen der Dirigentin sehr konzentriert und erzeugte einen innigen, beseelten Klang. Auch wenn der ganze Text lateinisch gesetzt ist in diesem Stück, spürte man als zuhörende Person doch die einzelnen Stimmungen von Verzagtheit, Hilflosigkeit, aber auch den Glauben an neue Hoffnung, Trost und Freude sowie Versöhnung gut heraus.

Der Zeitgeist ist flüchtig

Pfarrer Christoph Baumann verglich das Wirken des Heiligen Geistes mit einem glimmenden Docht, welcher in jedem Menschen schlummere, aber dennoch immer wieder gesucht werden müsse. Dieser Geist gebe Impulse, sei oft gar nur ein Säuseln. Als Mensch solle man deshalb offen sein für die leisen Töne, das Unspektakuläre. In seiner Predigt stellte Christoph Pfarrer Baumann den Zeitgeist dem Geist Gottes gegenüber. Der Zeitgeist sei flüchtig, der Geist Gottes dagegen auf den Menschen und dessen Bedürfnisse ausgerichtet. Auch die Gemeinde kam zum Singen. Das wandelnd eingenommene Abendmahl erinnerte an den Opfertod Jesu. Am Schluss bedankte sich Pfarrer Baumann herzlich bei allen Mitwirkenden. Und der Chor bekam einen begeisterten Applaus für seinen Auftritt.

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