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Trittsteine für Vögel und Kleintiere

Auf Initiative des Natur- und Vogelschutzvereins Uzwil konnten am Samstag bei der Oberstufenschule an der Schöntalstrasse und bei drei Privatliegenschaften naturnahe Gärten besichtigt werden.
Kathrin Meier-Gross
Vögel, Insekten, Fledermäuse, Igel usw. finden zwischen der Oberstufe und dem Friedhof Lebensräume, wie Lehrer Markus Eugster (l.) aufzeigte. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Vögel, Insekten, Fledermäuse, Igel usw. finden zwischen der Oberstufe und dem Friedhof Lebensräume, wie Lehrer Markus Eugster (l.) aufzeigte. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

UZWIL. Im Juni öffnen landesweit Gartenbesitzer die Türen zu ihren grünen Paradiesen. Der NVU hat sich der Bewegung angeschlossen und stellte sogenannte «Naturgärten» vor, die Lebensraum für unzählige Arten sind und in denen die Massnahmen der Gartencharta umgesetzt werden. Deutlich wurde: Ökologie und Ästhetik harmonieren.

Tafeln aufgebaut

Rund um den «Neubau» der Oberstufe an der Schöntalstrasse wurde früher konventionell Rasen gemäht. Jetzt sind die Gräser hoch. Nelken, Skabiosen, Disteln, Natternkopf und Margeriten strecken ihre Blüten himmelwärts. Wenn sie ihre Samen verstreut haben, wird Hauswart Jörg Ehrbar die Sense in die Hand nehmen. Um die Schüler und Erwachsenen für die Umgebungsveränderungen zu sensibilisieren, hat er Informationstafeln plaziert. Dort werden auch die zehn Massnahmen der Gartencharta erklärt. Ehrbar hat vor einigen Jahren die Imkerei entdeckt und befasst sich seither eingehend mit den Zusammenhängen in der Natur. Mit Zustimmung der Behörde hat er auf dem Schulgelände streifenweise Humus abgetragen und im vergangenen Jahr Magerwiesenblumen ausgesät. Zwischen Schulhaus und Friedhof liegt ein kleiner Teich, umgeben von Schilfgewächsen, Kopfweiden und anderen Bäumen. Kurz gemähte Wege führen durch das verwunschene Gartenbiotop, laden zum Verweilen und Beobachten ein.

Natur auf Henauer Friedhof?

Lehrer Markus Eugster schneidet im Frühjahr mit seinen Schülern die Weiden. Gemeinsam haben sie zudem einen Vierjahreszeitengarten mit Nutzpflanzen angelegt. Für Vögel und Bienen sind Nistkästen aufgehängt. Aus Ästen hat Ehrbar eine Igelbehausung gebaut. Wie in der Gartencharta empfohlen, wurden zum Friedhofsgelände Durchgänge für Tiere geschaffen. Angesichts dieses Beispiels sprach Hans-Rudolf Kappeler die Hoffnung aus, dass die Gemeinde auch auf der ungenutzten Wiese des Henauer Friedhofs eine naturnahe Wiese anlege. Naturgärten sind keine Wildnis, sondern sorgfältig gestaltete Mosaike mit verschiedenen Lebensräumen. Das wurde in den Gärten von Fritz Hilgenstock, Niederuzwil, Ernst Burgermeister, Oberuzwil, und Marianne Schläpfer, Uzwil, deutlich.

Garten für Schmetterlinge

«Als die Kinder ausgeflogen waren, wollten wir einen stimmungsvollen Garten für Vögel und Schmetterlinge», begründeten Marianne und Ernst Burgermeister ihre Gartenumgestaltung. Wie die zahlreichen Rosenbüsche auf dem Grundstück von Marianne und Bernhard Schläpfer ist beim Uzwiler Ehepaar das Bewusstsein für die Zusammenhänge der Natur gewachsen. Kombiniert mit Kunstobjekten ist ihr Garten ein Erholungs- und Begegnungsort. Je mehr solche naturnahen «Trittstein-Biotope» es gibt, desto besser funktioniert die Vernetzung für Vögel und Kleintiere.

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