Oboe, Waldhorn, Violoncello und dazwischen Alphornintermezzos

Mit «Musik der Ringe» trat am Freitagabend in Wil das äusserst sehenswerte und musikalisch begabte Trio Sorelle auf die Bühne der Kanti-Aula. Das Publikum genoss eine virtuelle Reise zurück ins 17. Jahrhundert.

Christoph Heer
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Das Trio Sorelle besteht aus den Schwestern Rebekka, Silvia und Brigitte Halter (von links). Bild: Christoph Heer

Das Trio Sorelle besteht aus den Schwestern Rebekka, Silvia und Brigitte Halter (von links). Bild: Christoph Heer

Es ist die siebte Tournee, auf welcher sich die drei Schwestern befinden. Rebekka Halter, Brigitte Halter und Silvia Halter bilden seit über 20 Jahren das Trio Sorelle. Drei Fachfrauen auf dem breiten Gebiet der Musik. Allesamt mit unterschiedlichsten Ausbildungen und Abschlüssen, wie etwa in Musikpädagogik, sind sie Profis durch und durch. Das wird der Besucherschar schon ganz zu Beginn des einstündigen Konzertes bewusst. Denn auch nicht funktionierende Mikrofone bringen die drei Musikerinnen nicht aus der Ruhe, ganz im Gegenteil.

Ihre Stimmen erklingen ebenso kräftig wie die Töne ihrer Instrumente. Sei es am Violoncello, am Alphorn oder mit der Oboe, ein feinstes Klangerlebnis seltener Art. Mit «Musik der Ringe» setzt das Trio Sorelle die Legende des Claddagh – Ringes musikalisch in Szene. Die auf einer wahren Begebenheit beruhende Legende erzählt die Geschichte eines Richard Joyce im 17. Jahrhundert. Von Piraten verschleppt und als Sklave verkauft, gipfelt die Geschichte in einer Entführung, der Sklaverei innerhalb eines politischen Tauziehens und romantischer Liebe.

Von Leopold Mozart bis Hans Zimmer

Letzteres lässt den Zuhörer dann auch eintauchen in eine musikalische Welt der Herzlichkeit und Hingebung. Das gesamte Liedgut wurde für diese einzigartige Besetzung speziell arrangiert. Im Repertoire finden sich bekannte Werke von Leopold Mozart und Isaac Albéniz. Hans Zimmers «Pirates of Carribean» wird indes auch von den zahlreichen Jugendlichen im Publikum kräftig beklatscht.

Seit vielen Jahren und in unterschiedlichster Art, geniesst das Stück heute noch viel Gunst bei Jung und Alt. Vom Jodelfan bis zum Orchestermusikliebhaber: Diese kurzweilige, dramatisch-spannende Stunde war ein toller Hörgenuss.