TRENDSPORT: Sandige Zukunftspläne

Volley Uzwil will auf dem Sportplatz Schi eine Beachvolleyballanlage bauen. Damit soll der Mangel an Trainingsplätzen behoben werden. Zudem würden die Plätze auch den Fortbestand des Beach Battle sichern.

Gianni Amstutz
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Sand, so weit das Auge reicht: In Zukunft soll ein solches Bild nicht nur während des jährlichen Beach Battle auf dem Sportplatz Schi zu sehen sein. (Bild: PD)

Sand, so weit das Auge reicht: In Zukunft soll ein solches Bild nicht nur während des jährlichen Beach Battle auf dem Sportplatz Schi zu sehen sein. (Bild: PD)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

Volley Uzwil träumt von Sand. Die Volleyballerinnen und Volleyballer wollen allerdings nicht zu einer Trainingswoche ans Meer verreisen, sondern auf dem Sportplatz Schi eine Beachvolleyballanlage bauen. «Im vergangenen Jahr hatten wir zehn Junioren- und fünf Erwachsenenteams, welche regelmässig Beachvolleyball trainierten und an Turnieren teilnahmen», sagt Ramon Mösle, Präsident von Volley Uzwil. Die Kapazitäten an Trainingsplätzen für all diese Teams habe sich in Uzwil auf ein einziges Beachvolleyballfeld auf dem Gelände des Freibads beschränkt. Das Training sei aus Rücksicht gegenüber den Gästen jeweils auf die Zeiten ausserhalb des Badebetriebs gelegt worden.

Um regelmässig trainieren zu können, hätte das Feld im Freibad jedoch nicht ausgereicht. «Deshalb trainierten wir an einem Abend in der Woche auf zwei Feldern in Jonschwil», sagt Mösle. Mit der Vision einer Beachvolleyballanlage, die zwei Volleyballfelder sowie einen ­Beachsoccerplatz umfassen soll, strebt der Volleyballclub Uzwil nun eine langfristige und nachhaltige Lösung an.

Bevölkerung soll ebenfalls profitieren

Doch nicht nur die Uzwiler Volleyballerinnen und Volleyballer sollen vom Bau der Anlage profitieren. «Die Idee ist ganz klar, dass auch andere Sportvereine und die Bevölkerung die Felder nutzen können», betont Mösle. Die Uzwiler Männerriege habe bereits Interesse bekundet und er könne sich vorstellen, dass weitere Vereine die Felder für Konditionstrainings im Sommer belegen werden.

«Die Gemeinde steht der Idee positiv gegenüber», sagt Verwaltungsleiter Thomas Stricker. «Wir schätzen das Engagement von Volley Uzwil, besonders da die Beachvolleyball- anlage Nutzungsmöglichkeiten bietet, die über die Vereinstätigkeit hinausgehen.»

Zudem würden die Beachvolleyballfelder das Fortbestehen des Beach Battles sichern, sagt Mösle, der neben seiner Funktion als Präsident des Volleyballclubs auch im OK des Beach Battle mitwirkt. Im vergangenen Jahr feierte dieser Event, welcher eine Mischung aus Sportanlass und Party ist, seine erfolgreiche Premiere mit 3000 Besuchern. Konzerte, Tauchkurse und Slacklin­ing gehörten dabei ebenso zum Programm wie ein Turnier in verschiedenen Sportarten, die alle auf Sand gespielt wurden.

In diesem Sommer findet der Anlass zum zweiten Mal statt – unabhängig davon, ob die Beachvolleyballplätze gebaut werden können oder nicht. «Falls die Beachvolleyballanlage nicht zu Stande kommt, würden wir für das Beach Battle wie im vergangenen Jahr temporäre Sandplätze aufbauen», sagt Mösle. Die Kosten für die Felder, welche nur für ein Wochenende errichtet würden, belaufen sich allerdings auf 18000 bis 20000 Franken. «Dieser finanzielle Aufwand kann neben den ganzen Arbeitsstunden, welche in den Auf- und Abbau investiert werden müssen, langfristig nicht geleistet werden». Zum Vergleich: Die veranschlagten Kosten für die angestrebte dauerhafte Sandsportanlage belaufen sich auf circa 100000 Franken.

Einen Teil der Finanzierung würde der Volleyballclub Uzwil selbst übernehmen. «Die Gemeinde würde das Projekt ebenfalls mit einem Beitrag unterstützen», sagt Thomas Stricker. Für die restliche Summe hat man bei Volley Uzwil verschiedene Möglichkeiten wie beispielsweise Sponsoren und die Crowdfund­ing-Plattform Lokalhelden ins Auge gefasst.