Trainieren für den Lebenstraum: Monika Zehnder aus Rossrüti will die weltbeste Nageldesignerin werden

Monika Zehnder führt in Wil seit acht Monaten ein Nagelstudio. Ihr grosses Ziel ist die Weltmeisterschaft.

Christoph Heer
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Nail Designerin Monika Zehnder (links) hat sich für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im September qualifiziert. Sabrina Gschwend (Wil) ist stolz, als Kundin ein Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein.

Nail Designerin Monika Zehnder (links) hat sich für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im September qualifiziert. Sabrina Gschwend (Wil) ist stolz, als Kundin ein Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein.

Bild: Christoph Heer

An der Ilgenstrasse 2 betritt man seit acht Monaten ein neues Nagelstudio, Deluxe Nail Design. Betreiberin ist Monika Zehnder, kein unbeschriebenes Blatt in der Nail-Szene, ganz im Gegenteil. Erst vor zwei Jahren hat sie an der Nailympion International Nail Championship, einem renommierten und prestigeträchtigen internationalen Wettbewerb für Nagelkosmetikberufe, Erfolge gefeiert. Doch schon damals hatte sie nur ein Ziel vor Augen, die Weltmeisterschaft; der weltweit wichtigste und angesehenste Wettkampf der Nagelkosmetikberufe.

Voraussichtlich findet dieser ranghöchste Wettkampf im österreichischen Kärnten statt. «Da es innerhalb der Turnierverantwortlichkeiten im Mai noch Verschiebungen geben könnte, ist Österreich noch nicht ganz sicher. Klar jedoch ist, dass lediglich zehn bis 15 Teilnehmerinnen mit dabei sind und um den ruhmreichsten Titel unserer Szene modellieren werden», sagt Monika Zehnder.

Der Schock nach der Qualifikation

Via Online-Qualifikationsarbeit hat sich die Fachfrau aus Rossrüti für die Weltmeisterschaft qualifiziert. «Wir mussten unsere Arbeit filmen und fotografieren lassen, um es ununterbrochen online weiterzugeben. Wie viele daran teilgenommen haben, kann man nicht sagen; wohl aber Tausende aus aller Welt.» Als wenige Tage später die Nachricht eintraf, dass Monika Zehnder es unter die besten zehn der Welt geschafft hat, brach sie in Tränen aus. «Das war wie ein Schock. Unglaublich, ich konnte es nicht fassen. Spornte mich aber gleichzeitig an, noch mehr zu trainieren.»

Monika Zehnders leuchtend-grünblaue Augen funkeln, wenn sie davon spricht, wie nervös sie schon heute wird, wenn sie an den 1. September denkt. «Weiche Knie sind an der Tagesordnung. Diese WM ist der ranghöchste Wettkampf, ich freue mich riesig darauf», sagt die gelernte Schneiderin.

Schwierige Suche nach Models

Die WM-Teilnehmerinnen wissen bereits, welche Arbeit sie abliefern müssen. Umso wichtiger ist es, Tag für Tag zu üben. Monika Zehnder sagt jedoch, dass es schwierig sei, geeignete Models zu finden. Am besten eignen sich junge Hände, ohne Narben und perfekten Fingerlängen mit schnurgerade herausgewachsenen Fingernägeln. Zudem werden die Kriterien am Finalturnier ungemein straff sein. «Wir werden 6,5 Zentimeter lange Acrylnägel formen müssen. Dabei spielt auch die Raumtemperatur eine wichtige Rolle. Das heisst jetzt für mich, dass ich in meinem Studio verschiedene Temperaturen ausprobiere und dementsprechend unter verschiedenen Herausforderungen trainiere.»

Monika Zehnder freut sich über den grossen Zulauf in ihrem neuen Studio. «Das zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.»