Träume von Glück und Geld

Peter Dudlis Chorprojekt ist Vergangenheit. Die beiden Aufführungen mit 16 Titeln zum Thema Träume bescherten zwei volle Kirchen und viel Begeisterung.

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Der rund 60köpfige Chor unter der Direktion von Peter Dudli. (Bild: pd)

Der rund 60köpfige Chor unter der Direktion von Peter Dudli. (Bild: pd)

OBERUZWIL/NIEDERUZWIL. Peter Dudlis Chorprojekte sind regelmässig wiederkehrende Produktionen, die in etwa dreijährigem Turnus zur Aufführung gelangen. Sie brauchen nicht um Interessierte zu bangen, weder bei den Sängerinnen und Sängern, noch beim Publikum. Themen der Lieder und Aufführungsorte variieren. Diesmal ging es um musikalische Werke zum Thema Träume. Aufgeführt wurden sie in den evangelischen Kirchen von Oberuzwil und Niederuzwil. In Oberuzwil am Freitagabend, in Niederuzwil am späten Sonntagnachmittag.

Quer durch Räume und Zeiten

Das Programm enthielt Lieder, die wörtlich von Träumen sprechen, wie der Eingangs-Song von ABBA «I have a dream» oder das gegen Schluss angesetzte Träumli-Medley auf der Grundlage des Boss-Buebe-Liedes «S'isch jo nur e chlises Träumli gsi». Auch das «Dream, Dream» der Everly Brothers gehört dazu. Die ausgewählten Lieder stammten aus ganz verschiedenen Zeiten und unterschiedlichen Regionen. Ins 13. Jahrhundert zurück reicht ein Lied des Minnesängers Walter von der Vogelweide, der im Titel «Ouwe» die entschwundenen Zeiten beklagt. Die übrigen Lieder liessen sich gewissermassen in Traumkategorien einreihen. Träume von Liebe, Glück, Freiheit oder vom grossen Geld. Zur letztgenannten Kategorie gehört etwa das Lied der Prinzen «Ich wär so gern ein Millionär».

Musikalische Reise

Österreich war mit einem eindrücklichen Jodler vertreten, Frankreich mit einer kritischen Betrachtung des amerikanischen Traums, Südafrika mit zwei traditionellen Songs zum Thema Freiheit und Australien mit einem Aboriginal-Song, begleitet von einem Didgeridoo. Gewissermassen zusammengefasst brachte das deutsche Lied «Irgendwo auf der Welt gibt's ein kleines bisschen Glück» den Traum des Normalbürgers, den erfüllbaren Traum, auf den Punkt.

Grosszügige Geste

Peter Dudli, der das Projekt von A bis Z geleitet, die Arrangements geschrieben und die Aufführungen dirigiert bzw. am Piano begleitet hat, aber auch die rund 60 Sängerinnen und Sänger im Alter zwischen 17 und 90 Jahren leisten ihren Einsatz unentgeltlich. Und nicht nur das. Sie machen kranken Kindern eine Freude, indem sie die Kollekte – sie ergab mehrere tausend Franken – der Stiftung Sternschnuppe zukommen lassen. (pd)