Traditioneller Orgelspaziergang

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Wil Der gute alte Feiertagsstress. Man wünscht sich gegenseitig besinnliche Festtage, doch sind diese einmal erreicht, sinkt man erschöpft aufs Sofa und schaltet nur noch auf Winterschlaf. Wo ist sie geblieben, die Zeit der Besinnung, der Ruhe, des Innehaltens? Ein Weihnachtskonzert jagt das andere, Einkehr wird versprochen, ja verlangt. Doch wo hat dies in den Festvorbereitungen noch Platz, wenn sich Familienmanagement, Ferienvorbereitungen und Grosseinkäufe gegenseitig den Rang ablaufen?

Ruhig wird es erst wieder, wenn alle Besuche abgehakt sind, wenn die Resteverwertung ihren Höhepunkt überschritten hat und das Geschenkpapier zu säuberlichen Rechtecken für die Altpapiersammlung gefaltet ist. Dann kehrt sie ein, diese Ruhe, nach der sich alle sehnen. Dann ist Zeit und Raum da für stundenlanges Lesen in Ich-wollte-schon-lange-mal-lesen-Büchern.

In diese nachfestliche Zeit fällt der bereits zur Tradition gewordene Orgelspaziergang des Abendmusikzyklus Toccata Wil. Am Sonntag, 8. Januar 2017, werden in den Kirchen in Wil verschiedene Konzerte stattfinden, die zu einem entspannten Sitzen, Hören und anschliessenden Weiterschlendern einladen.

Beginnen wird um 14.15 Uhr Yolanda Schuster in der neuapostolischen Kirche. Auf dem Programm: Besinnlichkeit von romantisch bis volkstümlich. Weiter geht es um 15 Uhr in der Kirche St. Peter mit Markus Leimgruber, der unter dem Motto «Wachet auf!» Stücke ausgewählt hat. Um 15.45 Uhr konzertiert Stephan Giger in der Kreuzkirche mit spätromantischen Werken. In der Klosterkirche St. Katharina werden um 16.30 Uhr Michele Croce, Klarinette, und Giuseppe Iasiello, Orgel, auftreten. Den Abschluss macht Marie-Louise Eberhard um 17.15 Uhr in der Kirche St. Nikolaus. Der Eintritt zu diesen Konzerten ist frei, es wird eine Kollekte erhoben. (pd)