Touchscreen statt reale Begegnung

«SBB-App statt Migrolino-Schalter», Ausgabe vom 10. September

Rätus Fischer, Flawil
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«SBB-App statt Migrolino-Schalter», Ausgabe vom 10. September

Fünf Mio. Franken wollen die SBB sparen, indem sie die 52 Partnerverkaufsstellen aufgeben. Also kaum ein Franken pro Jahr und Bahnkunde. Einmal mehr werden Kundendienste auf die Kunden abgewälzt, das menschliche Gegenüber durch den Touchscreen ersetzt. Am Schalter ist eine Frage meist in Sekunden oder Minuten beantwortet. Am Computer oder Handy pflügen wir uns oft durch Seite um Seite, um vielleicht die richtige Antwort zu finden. Es sind nicht nur digital Rück- und Randständige, die weniger von ihrem Leben am Bildschirm und mehr im Umgang mit realen Personen verbringen möchten. Wir müssen uns als Einzelne und Gesellschaft immer wieder neu entscheiden, wie weit Profit und Effizienz die entscheidenden Werte sein sollen, und wie viel menschengerechte Lebenswelt wir uns leisten wollen und können.