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Touch will Kulturlokal aufgeben

Der Kulturverein Touch befindet sich im Umbruch. Dani Müller, Mitglied der ersten Stunde, macht Schluss, der Sommeranlass «Grotto Glatto» Pause. Und das Vereinslokal Bitzgi soll auf Ende November gekündigt werden.
Andrea Häusler
Dani Müller musste sein Abschiedsgeschenk quer durch die Bitzgi-Räume suchen: Er darf bei und mit Roman Wirth einen Kunstgegenstand schaffen. (Bild: Andrea Häusler)

Dani Müller musste sein Abschiedsgeschenk quer durch die Bitzgi-Räume suchen: Er darf bei und mit Roman Wirth einen Kunstgegenstand schaffen. (Bild: Andrea Häusler)

FLAWIL. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Sollte sich tatsächlich jemand finden, der die Verwaltung der ehemaligen Wohnung in der Liegenschaft Bitzgi übernehmen würde, liesse sich die Schliessung des Vereinslokals noch abwenden. Bisher war die Suche des Vorstands allerdings ergebnislos geblieben. Der Aufwand mit den externen Vermietungen sei schon beträchtlich, räumte Touch-Präsidentin Monika Bochsler an der Hauptversammlung vom Freitag ein. Und der Kulturverein selbst führe hier kaum mehr Anlässe durch. «Findet sich weiterhin niemand für den Betrieb des Lokals, wird der Mietvertrag per Ende November gekündigt», sagte sie. Der Schaukasten an der Bahnhofstrasse sowie das Materiallager werden dagegen weiterhin betrieben.

Rücktritt von Dani Müller

Bereits gekündigt, bzw. den Austritt aus dem Vorstand gegeben hat Dani Müller. Damit verliert der Flawiler Kulturverein mehr als nur einen Mandatsträger. Müller war ein Stück weit das Gesicht des Touch. Ihm ist es wesentlich zu danken, dass die Kleinkultur in Flawil eine Bühne bekommen hat, Lokale und Plätze zum Leben erwacht sind – wie Monika Bochsler sich ausdrückte. Müller arbeitete seit 2003 im Vorstand des Kulturvereins mit, war jedoch bereits zuvor während Jahren in Arbeitsgruppen für den Touch tätig. Der Rücktritt sei schon emotional begründet, sagt Dani Müller. «Ich kann einfach nicht anders.» Die Enttäuschung über das Scheitern der Initiative zugunsten eines (zumindest temporären) Kulturhauses im alten Feuerwehrdepot und die Haltung des Gemeinderats sitzt tief. «Die fehlende Bereitschaft, ein breit abgestütztes Projekt vorerst für drei Jahre zu bewilligen und damit über Jahre hinweg geleistete, seriöse Kulturarbeit zu anerkennen, ist für mich ein Signal: Ich fühle mich nicht ernst genommen.»

Dennoch kehrt Müller dem Verein nicht vollständig den Rücken. Er ersetzt den zurückgetretenen Arnold Schaltegger als Revisor. Müllers Sitz im Vorstand bleibt vorderhand unbesetzt.

Kein «Grotto Glatto»

Der Kulturverein Touch blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Sowohl hinsichtlich der Besucherzahlen an den Veranstaltungen als auch finanziell. Statt eines Defizits von rund 9500 Franken weist die Rechnung einen Gewinn von gut 500 Franken aus. Entsprechend bleiben die Mitgliederbeiträge weiterhin auf 30 Franken.

Das Jahresprogramm sieht neben dem Eseltrekking im August, einer Disco, Wanderung und dem «Suppenstar»-Anlass im Herbst, der PPT-Karaoke, der Kofferband und dem Poetry-Slam im kommenden Jahr auch ein «Grotto Depot» in diesem Sommer vor. Ob letzteres zustande kommen wird, ist allerdings ungewiss. Entschieden ist dagegen, dass es im Sommer kein «Grotto Glatto» geben wird. Weil in diesem Jahr das Glatthalde-Areal nicht zur Verfügung stehe, wie es an der HV hiess.

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