Tormaschine funktionierte

Der FC Wil U20 gewann seine Heimpartie gegen den FC Mels 6:0 (3:0). Das Heimteam kam nie in Bedrängnis. Torhüter Klarer musste lediglich zweimal im Spiel ernsthaft eingreifen.

Urs Nobel
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Der Schein trügt: Die Wiler (weiss) kamen in keiner Phase der Partie je in die Situation, «unten durch» gehen zu müssen. (Bild: Urs Nobel)

Der Schein trügt: Die Wiler (weiss) kamen in keiner Phase der Partie je in die Situation, «unten durch» gehen zu müssen. (Bild: Urs Nobel)

FUSSBALL. Wenn eine technisch so beschlagene Mannschaft wie der FC Wil U20 früh in Führung geht und in der Hitze auch noch auf «ihrem» Kunstrasen spielen kann, ist der Gegner in der Regel chancenlos. So auch am gestrigen Sonntag, kurz nach der Mittagszeit. Der FC Mels glaubte wohl nie so richtig an seine Chance, spätestens nach dem ersten Wiler Treffer nicht mehr. Und auch deshalb nicht, weil beim Wiler Nachwuchs mit Latifi, Sacirovic, Ylmaz, Scholz und Koller gleich fünf Kaderspieler der ersten Mannschaft mitspielten. Diese Akteure fügten sich ideal in das Team ein und sorgten mit ihrer Präsenz bei den Mitspielern für Sicherheit und Stabilität im Spielaufbau.

Ein Dutzend wäre möglich

Wils Trainer Philipp Dux zeigte sich denn auch sehr zufrieden mit dem Gesehenen und attestierte dem gesamten Team, dass dieses einen guten Job gemacht habe. Und er freute sich an den sechs Toren, obwohl gut und gerne nochmals ein halbes Dutzend mehr hätte realisiert werden können. «Es waren allesamt schön herausgespielte Treffer. Von mir aus hätten die Spieler aber ruhig noch etwas egoistischer vor dem gegnerischen Tor sein können.» Tatsächlich könnte es sich bei einem Spiel, das knapper ist, nachteilig auswirken, wenn seine Spieler nur die ganz schönen Tore machen wollen.

Eines schöner als das andere

Es war so, dass jedes Tor schöner als das andere herausgespielt war. Beim ersten profitierte Huber von einem schnell ausgeführten Angriff, beim zweiten bediente der Torschütze den aufgerückten Sacirovic, der nur noch einzuschieben brauchte. Huber traf in der Folge von links mit einem Heber über den Torhüter in die weite obere Ecke und mit diesem Resultat ging es in die Pause. Auch wenn Mels nach der Pause etwas zielstrebiger agierte, kamen die Wiler kaum einmal in Bedrängnis, ein Gegentor zu kassieren. Meist unterband das Heimteam gegnerische Angriffsansätze schon in der Mittelzone, um dann mittels schnell angelegter Angriffe über die Seiten selber zum Erfolg zu kommen. Koller war rechts kaum zu halten und legte vor zum 4:0 und zum 5:0. Ljumani und Markovic hätten sich ins Knie beissen müssen, wenn sie Kollers präzise Hereingaben nicht verwertet hätten. Ebenso Culanic, der mit dem 6:0 den Schlusspunkt setzte, als er von Markovic bedient wurde. Ins Knie beissen dürfte sich jedoch der junge Titaro, der zweimal alleine vor dem Torhüter stand und zweimal «versagte».