Toni Brunner tobte sich am Grümpi aus

Wirtschaft, Sport und Politik gaben sich in Aadorf ein Stelldichein auf dem Podium. Die vierte Auflage des WSP-Events war nach kleinen Konzeptänderungen gehaltvoller denn je. Vier Promis diskutierten über das Thema «Vorbilder».

Olaf Kühne
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Prominent besetztes Podium mit Nationalrat Toni Brunner, Mountainbikerin Jolanda Neff, Moderatorin Daniela Milanese, FCB-Präsident Bernhard Heusler und Bandleader Dani Felber. (Bild: Olaf Kühne)

Prominent besetztes Podium mit Nationalrat Toni Brunner, Mountainbikerin Jolanda Neff, Moderatorin Daniela Milanese, FCB-Präsident Bernhard Heusler und Bandleader Dani Felber. (Bild: Olaf Kühne)

AADORF. Der Feinschliff machte sich bezahlt. Die vierte Auflage des Aadorfer WSP-Events (alljährliches Podium mit prominenten Gästen aus Wirtschaft, Sport und Politik) kam am Donnerstagabend runder und gehaltvoller daher. Mit SF-Moderatorin Daniela Milanese hatten die Veranstalter eine Gesprächsleiterin gefunden, die individuell auf ihre Gäste eingehen konnte. Und die Reduktion von fünf auf vier Promis erlaubte eigentliche Dialoge anstelle von kurzen, isolierten Aussagen. Thema des diesjährigen Podiums war «Vorbilder». Nationalrat Toni Brunner, FCB-Präsident Bernhard Heusler, Bandleader Dani Felber und Mountainbike-Profi Jolanda Neff hatten dazu einiges zu sagen. Die Frage, ob sie Vorbilder hätten, beantworteten sie unterschiedlich. Brunner verneinte. Er bewundere aber Menschen, die etwas mit Leidenschaft machten. Heusler gestand, er habe in seiner Jugend gar Menschen idealisiert, so Bernhard Russi. Später habe er erkannt, dass kein Mensch in all seinen Facetten ein Vorbild sein könne.

Musiker brauchen Vorbilder

Dem schloss sich Neff an. Sie bewundere an verschiedenen Menschen verschiedene Aspekte. Einzig Felber sagte, dass er als Musiker stets ein Vorbild gebraucht habe – um auf sein Niveau hinzuarbeiten. Anfangs sein Musiklehrer, dann verschiedene Grössen seines Genres. Das, bis er schliesslich erkannt habe, dass er für den Nachwuchs selbst zum Vorbild geworden sei. Unumwunden gestand er, diese Rolle auch zu geniessen.

Als nicht ganz so sorglos bezeichneten die anderen Diskussionsteilnehmer ihre Rolle als Vorbilder oder überhaupt ihre Funktion in der Öffentlichkeit.

FC Basel polarisiert

Toni Brunner erinnerte sich an sein erstes negatives Erlebnis, als er mit 21, kaum in den Nationalrat gewählt, Kritik einstecken musste, weil er sich am Grümpi des FC Ebnat-Kappel morgens um zwei auf der Festbank austobte. Jolanda Neff erzählte, dass sie in Jugend-und-Sport-Kursen darauf getrimmt werde, es an Siegerehrungen mit dem Alkohol nicht zu übertreiben. Bernhard Heusler räumte ein, dass er als Präsident des polarisierenden FC Basel als Projektionsfläche für allerlei Negatives herhalten müsse. Wenn das auf seine Familie zurückfalle, höre der Spass auf.