Toggenburger Schwinger Daniel Bösch wollte in Jonschwil seine Karriere beenden – dieses Schwingfest findet nun aber nicht statt

Anfang April wäre die Freiluftsaison der Schwinger gestartet. Nun wird alles abgesagt oder verschoben. Schwinger Daniel Bösch stellen sich deshlab besondere Fragen.

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Daniel Bösch und seine Schwingerkameraden müssen auf den Saisonstart noch lange warten. Startet sie für Bösch überhaupt noch?

Daniel Bösch und seine Schwingerkameraden müssen auf den Saisonstart noch lange warten. Startet sie für Bösch überhaupt noch?

Bild: Lorenz Reifler

(pd) Das Corona-Virus macht auch den Schwingern zu schaffen. Nach dem Veranstaltungsverbot, welches der Bundesrat ausgesprochen hat, folgte auch noch ein nationales Trainingsverbot. Der Eidgenössische Schwingerverband sprach deshalb ein absolutes Trainingsverbot bis Ende April aus. Somit muss nun jeder Schwinger selber für sein Einzeltraining schauen und warten, bis die Saison startet.

Die Freiluftsaison wäre in der Nordostschweiz am 5.April am Rheintal-Oberländischen Verbandsschwingfest in Oberriet gestartet. Durch das Veranstaltungsverbot und der Notlage in der Schweiz wurden alle Frühjahrsschwingfest abgesagt oder verschoben.

Daniel Bösch wollte Karriere in Jonschwil beenden

Dies betrifft auch das Toggenburger Verbandsschwingfest in Jonschwil, welches am letzten Aprilwochenende hätte stattfinden sollen. Der Schwingerverband hat sich mit dem OK in Jonschwil sowie dem OK für Magdenau 2021 abgesprochen und entschieden, dass Schwingfest in Jonschwil und Magdenau, um je ein Jahr zu verschieben. Somit findet das Toggenburger Verbandsschwingfest 2021 in Jonschwil und 2022 in Magdenau statt.

Eigentlich wollte Daniel Bösch seine Karriere in Jonschwil beenden. Nun macht ihm das Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung. Auf die Anfrage, was er nun machen wird, antwortete er: «Ich lasse es noch offen, ob ich an einem anderen Schwingfest meine Karriere beende oder sofort.» Natürlich wäre es schön, wenn man Daniel Bösch bei einem Schwingfest verabschieden könnte. Aber aktuell steht die Gesundheit auch bei ihm und seinen Mitmenschen an oberster Stelle.

Finanzielle Verluste

Verschiebungen und Absagen von Schwingfesten sind immer von finanziellen Verlusten geprägt. Damit diese Verluste möglichst klein gehalten werden können, hat sich der NOS-Vorstand bereits am Samstag zu einer Sondersitzung getroffen. Die Kranzfestsaison hätte eigentlich am ersten Mai-Wochenende mit dem Thurgauer Kantonalschwingfest starten sollen, genau eine Woche nach dem bis jetzt bekannten Veranstaltungsverbot. In der Zwischenzeit wurde auch dieses auf 2021 verschoben.

Die Zürcher Schwinger ihrerseits haben ihr Kantonalschwingfest, welches zwei Wochen nach dem Thurgauer Ehrentag stattfinden würde, bereits abgesagt und auf das Jahr 2021 verschoben.

OK Kantonalschwingfest prüft Optionen

Auch das OK des St.Galler Kantonalschwingfestes von Ende Mai in Kaltbrunn prüft zurzeit solche Optionen. Denn wenn der Höhepunkt der Corona-Krise, wie von den Fachleute vorausgesagt wird, erst Ende Mai erfolgt, müssen auch die St.Galler Schwinger auf ihr Kranzfest verzichten. Mit einer schnellen Entscheidung können die einzelnen Kranzfeste sicher die finanziellen Ausgaben besser kontrollieren, als in einem kurzfristigen Fall.

Sicher ist jetzt schon klar, bis das erste Schwingfest stattfinden kann, dauert es länger, als normal der Fall ist. Wann und wo die ersten Schwinger ihre Zweikämpfe in diesem Jahr aufnehmen, steht zurzeit in den Sternen.

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