Toggenburger Landschaftspoesie in impressionistischen Bildern: Nesslauer «Speer»-Wirtin stellt im «Auboden» aus

Seit dem Kauf des Bergrestaurants Speer in der Nesslauer Laad im Jahr 2009 verwöhnt Evelyn Kranner ihre Gäste mit kulinarischen und kulturellen Spezialitäten. Jetzt präsentiert sich die wirtende Künstlerin im Neckertal: Bis zum 18. Februar zeigt sie in Brunnadern ihre Bilder.

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Evelyn Kranners Ausstellung in der Wirkstatt Auboden ist täglich geöffnet.

Evelyn Kranners Ausstellung in der Wirkstatt Auboden ist täglich geöffnet.

Bild: PD

Die Künstlerin und Besitzerin des Berggasthauses Speer in Nesslau begeistert sich schon seit jeher für die Schönheit und poetische Vielfalt der Natur und lässt sich von ihr für ihre Malerei inspirieren. So ist Evelyn Kranner schon seit Jahrzehnten kreativ tätig. Ob als Kunstschaffende am Bau, als Fotografin, Steinbildhauerin oder im prozessorientierten Malen mit Schulkindern, ist es ihr immer ein Anliegen, die Schönheit und ureigene Kraft von Landschaften zum Ausdruck zu bringen.

Im oberen und mittleren Toggenburg fand sie die zum Teil verwunschenen Orte, die ihr als Sujet dienten für eine enorme Schaffenskraft, welche aktuell in der Wirkstatt Auboden in Brunnadern ausgestellt sind.

Malerei als Medizin

Eine schwere Erkrankung vor drei Jahren veranlasste Evelyn Kranner dazu, die Malerei als ihre Ressource und Mittel für Genesung zu nutzen. Entstanden ist eine «Liebeserklärung» ans Toggenburg, seine Berge, Häuser und Landschaften. Über 25 Landschaftsbilder in Acryl oder Öl auf Leinwand zeigen auf, wie es der Künstlerin gelingt, farbige Stimmungen und Schönheit zum Ausdruck zu bringen.

Urkraft des Toggenburgs

An der Vernissage vom 19. November las Marco Libener aus seinen verschiedenen Poetry Maps – wirkungsvoll begleitet durch Gitarrenklänge von Nicolay Georgiev. Gemeinsam entstand ein stimmungsvolles «Geflecht», das eigene innere Landschaften, Wanderungen und Momente im Toggenburg hochsteigen liess. Wenn «Blumen bei Nacht ihre Äuglein schliessen», wird man sich einmal mehr bewusst, welch unerschöpfliche Schönheit und Urkraft die Landschaft des Toggenburgs bietet. Wer aus der Gegend stammt, erkennt wohl einige der Sujets sofort – die Namen der Bilder verraten dann, ob man sich mit dem Auge der Künstlerin identifizierte: «Blick ins Neckertal», «Laad – Novemberstimmung», «Alp Heumoos im Herbst» oder «Alp Gräppelen» und viele mehr lassen die Sehnsucht hochsteigen, die Wanderschuhe zu schnüren und die Landschaft gleich selbst zu geniessen.

Die Ausstellung in der Wirkstatt Auboden ist täglich bis 18. Februar 2022 geöffnet. Weitere Informationen unter 071 375 66 00 oder www.wirkstatt-auboden.ch. (pd)

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