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Toggenburger Gemeinden bauen die Schulden stetig ab

Region Betrug die Nettoschuld pro Einwohnerin und Einwohner im Wahlkreis Toggenburg Ende 2013 im Durchschnitt rund 2000 Franken, hat sie sich mittlerweile halbiert. 2016 ist sie mit 936 Franken unter die Marke von 1000 Franken gefallen. Nicht nur auf Wahlkreisebene sind solche Entwicklungen zu beobachten. Auch mehrere Gemeinden dürfen ohne Sorgen auf ihre Finanzen schauen. Drei Toggenburger Gemeinden weisen gar ein Nettovermögen pro Einwohner und Einwohnerin auf. Spitzenreiter ist Lütisburg mit rund 2500 Franken, gefolgt von Wildhaus-Alt St. Johann mit knapp 1000 und Nesslau mit 800 Franken.

Über 5000 Franken Schulden pro Kopf

Drei weitere Gemeinden – Ebnat-Kappel, Kirchberg und Wattwil – weisen eine tiefe Verschuldung aus (weniger als 1000 Franken). Von den restlichen sechs Gemeinden weisen fünf eine mittlere Verschuldung auf. Von einer solchen spricht man bei Nettoschulden pro Kopf zwischen 1000 und 5000 Franken. Eine Gemeinde – das Städtli Lichtensteig – fällt in die Kategorie der hoch verschuldeten Gemeinden. Allerdings nur knapp: 5007.74 Franken schlagen als Nettoschuld pro Kopf zu Buche.

Lichtensteig ist auch die Gemeinde mit dem schlechtesten Rechnungsabschluss. Das Städtli muss einen Aufwandüberschuss von rund 122000 Franken verkraften. Das ist Platz 71 der 77 St. Galler Gemeinden. Ebenfalls einen Aufwandüberschuss weist Mosnang aus (-36000 Franken). Am besten abgeschlossen im Toggenburg hat Nesslau. Mit rund 2,8 Millionen Franken Ertragsüberschuss liegt die Obertoggenburger Gemeinde gar kantonsweit auf dem zehnten Rang.

Ob Schulden auf- oder abgebaut werden können, zeigt sich bei der Kennzahl des Selbstfinanzierungsgrads. Liegt der Wert über 100 Prozent, können Schulden abgebaut werden. Im Fünfjahresdurchschnitt schaffen das neun der zwölf Toggenburger Gemeinden. Von den drei übrigen weisen zwei – Neckertal und Hemberg – einen Wert zwischen 70 und 100 Prozent aus, was einer moderaten Neuverschuldung entspricht. Lichtensteig kann im Fünfjahresdurchschnitt jedoch nur rund 61 Prozent ausweisen, was eine ausserordentlich grosse Neuverschuldung bedeutet.

Wenig überraschend schneidet Lichtensteig auch bei der Betrachtung des Bruttoverschuldungsanteils am schlechtesten ab. Dieser Wert gibt Auskunft über die Verschuldungssituation, indem er anzeigt, wie viele Prozent des Finanzertrags benötigt würden, um die Bruttoschulden abzutragen. Liegt der Wert unter 100 Prozent, wird die Verschuldung als tief angesehen. Von 100 bis 150 Prozent spricht man von einer mittleren, von 150 bis 200 von einer ungünstigen Verschuldungssituation. Darüber ist die Verschuldungssituation kritisch. Lichtensteig weist aktuell rund 180 Prozent aus. Daneben ist Neckertal die einzige der Toggenburger Gemeinden, die über 100 Prozent liegt. Als Erklärung dafür kann der Investitionsanteil herangezogen werden. Lichtensteig (17,48 Prozent) und Neckertal (19,28 Prozent) weisen die höchsten Werte auf. Nur Oberhelfenschwil kommt auch auf eine mittlere Investitionstätigkeit (10 bis 20 Prozent Investitionsanteil). Alle anderen Gemeinden liegen darunter.

Ruben Schönenberger

ruben.schoenenberger@

toggenburgmedien.ch

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