TOGGENBURG: Fische mit Nymphen locken

Die Wahl der Ausrüstung kann beim Fischen entscheidend sein. Dazu gehören nicht zuletzt die Köder. Diese müssen den Gegebenheiten des Gewässers und den darin vorkommenden Fischarten angepasst werden.

Markus Schildknecht
Drucken
Teilen
Patrick und Philipp Zuberbühler erklärten die Eigenheiten des Fischens mit Wobblern. (Bilder: PD)

Patrick und Philipp Zuberbühler erklärten die Eigenheiten des Fischens mit Wobblern. (Bilder: PD)

Markus Schildknecht

redaktion@wilerzeitung.ch

Die richtige Technik beim Angeln will gelernt sein. Wer nicht stundenlang vergebens warten will bis ein Fisch anbeisst, sollte sich mit der Wahl des richtigen Köders befassen. Mitglieder des Fischereivereins Thur erklärten kürzlich, worauf es dabei ankommt, und stellten vier verschiedene Angelmethoden und ihre Vorteile vor.

Bernhard Herbert demon­strierte das Nymphenfischen, bei dem es um verschiedene Insekten geht. «Am besten ist es, wenn man zunächst unter die Steine schaut, um zu sehen, was für Insekten im Gewässer sind», erklärte er. Im Frühling seien eher graue Nymphen gefragt. Nymphenfischen bezeichnet das Fischen mit speziellen Fliegen, die ebenso wie Nassfliegen sinken. Im Gegensatz zu Nassfliegen imitieren Nymphen jedoch die Larven­stadien von Wasserinsekten. Nassfliegen des klassischen Typs werden nicht beschwert, Nymphen jedoch sind in den meisten Fällen mit einer Goldkopf-, Wolfram­kugel oder einem Bleidraht versehen, um tiefe Gewässerabschnitte zu befischen.

Auch das klassische Fischen mit einem Wurm als Köder ist eine mögliche Option. Jose Alvares erklärte, dass das Fischen mit dem Wurm grosse Ähnlichkeit mit dem Nymphenfischen aufweise. Wenn aufmerksam gefischt werde, stecke der Haken bei einem Biss immer im Maulwinkel des Fisches.

Die Königsdisziplin unter den Fischern

Das Fliegenfischen verlange von den Anglern einiges an Können, erklärte Franco Fornica. Es unterscheide sich von anderen Methoden vor allem dadurch, dass der Köder, im Allgemeinen Fliege genannt, zum Werfen zu leicht sei, weshalb das Eigen­gewicht der Schnur als Wurfgewicht verwendet werde. Bei anderen Angeltechniken komme beim Auswerfen ein Bleigewicht mit Vorfach oder das Eigengewicht eines Blinkers zum Einsatz. Ein Fliegenfischer muss daher sehr geschickt sein, weshalb Fliegenfischen unter den Anglern als Königsdisziplin angesehen wird.

Fischimitate aus Holz

Philipp und Patrick Zuberbühler erklärten schliesslich eine weitere Methode: das sogenannte Wobblern. Wobbler sind aus Holz, meist Balsaholz oder aus Kunststoff gegossene Fischimitate, mit oder ohne Tauchschaufel. Sie senden Signale in Form von Druckwellen aus. Manche Wobbler senden auch Schallwellen durch Rasseln oder Stahlkugeln. Auch optische Reize durch reflektierende Materialien sind beim Wobblern wichtig. Wobbler können im Fluss und im See eingesetzt werden. Am meisten Erfolg verspricht diese Technik, wenn das Wasser nicht zu klar ist.

Das Wichtigste beim Fischen, unabhängig vom Köder, ist aber das möglichst lautlose und erschütterungsfreie Anpirschen des Fischers, verfügt doch jeder Fisch über ein ausgezeichnetes Gehör und verschwindet beim geringsten Anzeichen von Gefahr.