Tischtennis vom Feinsten

Mit zwei klaren Siegen gegen Rapid Luzern (6:1) und Lugano (6:0) demonstrierte das neu formierte Team unter der Führung von Christian Hotz eindrücklich seine spielerische Stärke.

Monika Frey Mäder
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Die Neuverpflichtung aus Lettland, Matiss Burgis, blieb am Wochenende ungeschlagen. (Bild: René Zwald)

Die Neuverpflichtung aus Lettland, Matiss Burgis, blieb am Wochenende ungeschlagen. (Bild: René Zwald)

WIL. Die Wiler Tischtennis-Begeisterten, die am vergangenen Wochenende in der Lindenhofhalle die erste Mannschaft des TTC Wil unterstützten, wurden nicht enttäuscht. Die beiden Neuzuzüger Matiss Burgis und Pierre Luc Thériault entpuppten sich als eine sehr gute Wahl. Sie sorgten mitentscheidend für die ersten beiden Wiler Siege in der neuen NLA-Saison.

Möller sorgte für Sicherheit

Christian Hotz' Entscheidung, in der ersten Doppelrunde keine Einzelspiele zu bestreiten, war taktisch richtig. So konnten Wils neue Spieler, der Lette Matiss Burgis und der junge Kanadier Pierre-Luc Thériault, gleich dem neugierigen Wiler Publikum zeigen, was in ihnen steckt. Fredrik Möller, der schwedische Routinier, der bereits seit einigen Jahren für Wil spielt, strahlte auf die beiden jungen Neuzuzüge die nötige Ruhe aus, die es braucht, um gute Ergebnisse zu erzielen. Möllers 3:1-Auftaktsieg gegen David Daus aus Luzern war deshalb enorm wichtig. Matiss Burgis gewann am Nebentisch sein erstes Einzel gegen Andreas Meyer relativ problemlos.

Schöne und lange Ballwechsel

Gespannt verfolgte das Publikum das Spiel von Thériault gegen den jungen Japaner Haruki Miyamoto. Thériault begann sehr gut und führte schnell 2:0 in den Sätzen. Schöne, lange Ballwechsel begeisterten die Zuschauer. Trotz seiner Jugend schaffte es der Japaner jedoch, seine Taktik ab dem dritten Satz umzustellen und Thériault vermehrt unter Druck zu setzen. Miyamoto gewann im fünften Satz verdient und holte sich für sein Team den Ehrenpunkt. Sowohl Burgis wie auch Möller verloren zwar einen Satz in ihrem zweiten Einzel, gaben aber das Spiel nie aus der Hand. Thériault fand in seinem zweiten Einzel wieder zu seinem Spiel und zur nötigen Lockerheit zurück und verbuchte seinen ersten Sieg. Diese Zufriedenheit nahm der Kanadier ins Doppel hinein und gewann an der Seite von Christian Hotz auch noch das Doppel.

Überlegene Wiler

Top motiviert und gut vorbereitet eröffneten Thériault und Burgis das Spiel gegen Lugano. Die Siege gegen die Nummer 3 der Ticinesi, Guglielmo Pinzoni (B14), waren für alle drei Pflicht. Es war eine Freude zu sehen, wie gut sowohl Möller als auch Burgis und Thériault gegen Spinicchia und Molnar zurechtkamen. Ganze drei Sätze verloren die Wiler gegen das Team aus dem Tessin. Christian Hotz, der die beiden sympathischen Spieler in die Äbtestadt geholt hatte, war nach dem Spiel beim Buffet sichtlich zufrieden und erleichtert. Niemand hätte gedacht, dass Wil Luzern und Lugano so klar dominieren würde. Auch wenn keiner der Wiler Fans den Spielern eine Niederlage gegönnt hätte, hätten viele von ihnen noch gerne ein weiteres Doppel gesehen.