TISCHTENNIS
Entscheidung vertagt: TTC Wil muss im Halbfinal erneut nach Lancy

Im NLA-Tischtennis ist am Wochenende im Playoff-Halbfinal zwischen Wil und Qualifikationssieger Lancy noch keine Entscheidung gefallen. Beide Teams gewannen je das Heimspiel. Der Finalist wird nun in einem dritten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams am 12. Juni in Genf ermittelt.

Simon Dudle
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Sieg und Niederlage: Christian Hotz und der TTC Wil machen es hinsichtlich des Einzugs in den Playoff-Superfinal spannend.

Sieg und Niederlage: Christian Hotz und der TTC Wil machen es hinsichtlich des Einzugs in den Playoff-Superfinal spannend.

Bild: PD

Hätten die Wiler am Sonntag das abschliessende Doppel gewonnen, stünden sie nun im Superfinal. Doch Christian Hotz und Pekka Pelz mussten eine klare Dreisatz-Niederlage akzeptieren, womit der vorzeitige Wiler Finaleinzug vom Tisch war. Zu wenig passte in jener finalen Phase zusammen, um bereits eine Entscheidung herbeizuführen. Mit 3:11, 8:11 und 6:11 war das Verdikt deutlich. Lancy, das die Qualifikation gewonnen hatte, zog den Kopf gerade noch aus der Schlinge.

Die vier Einzel zuvor hatten noch keine Entscheidung gebracht. Zwar konnte Teamcaptain Elia Schmid zweimal in vier Sätzen gewinnen. Da jedoch Christian Hotz und Pekka Pelz ihre beiden Partien in vier Sätzen verloren, ging es ins entscheidende Doppel.

Hinspiel in extremis gewonnen

Dass die Wiler überhaupt noch im Rennen sind, hat mit dem ersten Halbfinalspiel von Samstag in der heimischen Lindenhof-Halle zu tun. Jenes gewannen die Äbtestädter – und zwar in extremis. Elia Schmid und Pekka Pelz waren aus ihren ersten beiden Einzeln bei nur einem abgegebenen Satz je als Sieger hervorgegangen. Da aber Christian Hotz und erneut Captain Schmid weitere Einzel bei nur einem gewonnenen Satz verloren, musste die Entscheidung im abschliessenden Doppel fallen.

Und da sah es zuerst gar nicht gut aus für die Wiler. Die ersten beiden Sätze gingen je mit zwei Punkten Differenz verloren. Hotz und Pelz standen mit dem Rücken zur Wand. Doch sie drehten das Spiel noch mit drei relativ deutlichen Satzgewinnen. Der Sieg war nach gut drei Stunden im Trockenen.

Den siebten Titel im Visier

Somit kommt es am 12. Juni zu einem Entscheidungsspiel dieser beiden Teams. Da Lancy in der Qualifikationsphase als Sieger besser war als die Wiler als Viertplatzierte, findet die Partie in Genf statt. Der Sieger zieht in den Superfinal ein, der am 27. Juni in Muttenz stattfindet. Gegner wird Rio-Star Muttenz sein, das sich am Wochenende gegen La Chaux-de-Fonds mit zwei 3:0-Siegen durchsetzte. Die Wiler streben den ersten Titelgewinn seit 2018 an. Es wäre der siebte in der Vereinsgeschichte.