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Tierhalter brauchen Zertifikat

Wer Kleintiere auf öffentlichem Boden Wils hält, muss dies künftig bescheinigen lassen. Sonst wird der Pachtvertrag aufgelöst.

Immer mal wieder findet Tierschützer Erwin Kessler einen Grund für eine Demonstration. Seit letztem Jahr hat sich der Präsident des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) auch auf den Wiler Stadtrat Marcus Zunzer eingeschossen und eine Abwahlkampagne gegen ihn veranstaltet. Aus Kesslers Sicht duldet Zunzer tierquälerische Verhältnisse auf öffentlichem Boden. Ein aus Kesslers Optik zu kleiner Kaninchenstall steht in der Nähe des Wiler Spitals. Seinen Unmut hat der Tierschützer in mehreren Aktionen kundgetan und zum Beispiel vor einer Sitzung des Stadtparlaments Flyer verteilt.

Am 29. August reichten die VgT-Verantwortlichen eine Petition ein. In dieser fordern 100 Bewohner des Quartiers Weidlistrasse und Fürstenaugasse (nahe Spital) die Aufhebung der Kastenhaltung von Kaninchen. Die Tierschützer dürften nun zur Kenntnis nehmen, dass die Stadt Wil einlenkt. Bis Ende Jahr müssen alle Kleintierhaltungen, die auf städtischem und somit öffentlichem Gebiet liegen, zertifiziert sein. Das betrifft Personen, die Vögel, Tauben, Geflügel und Kaninchen halten.

Mehr Platz als gesetzlich vorgegeben

Der Verein Kleintiere Schweiz führt diese Zertifizierungen durch. Dabei sind Kriterien vorgegeben, deren Einhaltung Kontrolleure des Vereins prüfen. «Die Anforderungen für die Zertifizierung sind sehr hoch. Dies bringt den Tieren mehr Platz und Lebensraum, als dies von den Rechtsgrundlagen vorgegeben ist. Zudem ist eine Mitgliedschaft im Verein erforderlich», vermeldete die Stadt Wil gestern.

Per 30. August sind die betroffenen Personen auf die neuen, höheren Auflagen für Tierhaltungen auf städtischem Gebiet aufmerksam gemacht worden. Die Zertifizierungen sind bis Ende Jahr der Stadt Wil einzureichen. Geschieht dies nicht, löst diese die entsprechenden Pachtverträge auf.

Im Sommer 2015 hatte das Departement Bau, Umwelt und Verkehr alle Tierhaltungen auf städtischem Areal durch den Tierschutzbeauftragten der Stadt Wil und durch den Veterinärdienst des Kantons St. Gallen kontrollieren lassen. Diese sind zum Schluss gekommen, dass die Tierschutzvorschriften eingehalten werden. (sdu/sk)

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