«The Voice of Switzerland»: Lorena Beadini aus Rickenbach träumt von einer Musikkarriere

Am Montagabend ist das 16-jährige Rickenbacher Gesangstalent in der Battlerunde von «The Voice of Switzerland» zu sehen.

Miguel Lo Bartolo
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Die 16-Jährige Rickenbacherin Lorena Beadini gewährt Einblick in ihr Leben hinter den Kulissen von «The Voice of Switzerland».

Die 16-Jährige Rickenbacherin Lorena Beadini gewährt Einblick in ihr Leben hinter den Kulissen von «The Voice of Switzerland».

Bild: Miguel Lo Bartolo

Mit ihrer aussergewöhnlichen Stimme konnte die Rickenbacherin Lorena Beadini in der Vorrunde von «The Voice of Switzerland» die Gunst aller fünf Juroren erringen. Gesungen hat sie ihre eigene Interpretation von Meghan Trainors «All About That Bass» – ein schwieriger Titel, wie die Jury einstimmig festhielt.

«Striktes Singen nach Noten gefällt mir nicht», sagt Beadini gegenüber der «Wiler Zeitung». Das Rezept der Gesangskunst sei nicht auf Notenblättern zu finden.

«Man muss fühlen, was man singt.»

Die 16-Jährige scheint die Musik im Blut zu haben. Immerhin singt und performt sie bereits seit ihrem sechsten Lebensjahr. Von einer Inselbegabung kann allerdings nicht die Rede sein. Beadini besucht die Fachmittelschule in Frauenfeld und hat weitaus mehr in petto als die blosse musikalische Begabung.

Musik ist nur eine von vielen Facetten

«Wer mich kennt, weiss, dass ich mich für allerlei Dinge interessiere», sagt Beadini. So haben zwar die meisten ihrer Interessen den Sinn fürs Kreative gemein. Sie tanze, singe und zeichne für ihr Leben gerne. Ab und an dringe aber auch ihre wissbegierige, geschichtsinteressierte Seite in den Vordergrund. Die junge Sängerin lacht, als sie sagt:

«Geschichtsdokus haben es mir angetan.»

Sie weiss sehr wohl, dass es sich bei ihrer jüngsten Neigung um eine Skurrilität handelt. Ihr Faible für diverse Künste habe sie wohl von ihrer Mutter, die sich in ihrem Atelier gestalterisch auslebt. Die sachlichen und pragmatischen Züge entstammen den väterlichen Genen. «Ein guter Mix eben», ist sich Beadini sicher.

Bei ihrem vollen Terminkalender bleibt der Teenagerin nicht viel Freizeit. Nebst dem regulären Schulunterricht trifft sie sich regelmässig mit ihrer Gesangslehrerin Teresa Kressig-Chen von der Musikschule Toggenburg. Sie nimmt Klavierunterricht und übt sich gerade darin, ihren Gesang mit Akkorden zu begleiten. Hinzu kommen nun auch die Proben für ihren nächsten Auftritt bei «The Voice of Switzerland». Die übrigen Stunden verbringt sie gerne mit ihren Freundinnen.

«Musik sollte nur ein Plan B sein»

Beadini ist ehrlich mit sich selbst. Natürlich träume sie von einem Leben als Starlet im Musikgeschäft. Sie wisse aber auch um die Notwendigkeit einer realistischen Alternative zur Karriere im Showgeschäft. «Musik sollte eigentlich nur ein Plan B sein», sagt sie. Denn viele – zuweilen auch solche, denen enormes Talent nachgesagt wird – schaffen den Durchbruch nicht.

Ihren Plan A habe sie sich indes schon zurechtgelegt. «Ich wäre gerne Primarlehrerin», sagt Beadini. Sollte sich auf diesem Weg zufällig eine Tür zum Musikgeschäft öffnen, beispielsweise durch einen Sieg bei «The Voice of Switzerland», wäre sie aber offenkundig nicht abgeneigt. Die Ausbildung hat aber Priorität.

Auf das Battle folgt die «Sing-off»-Runde

Während sieben sogenannten Blind Auditions traten rund 80 Schweizer Gesangstalente bei «The Voice of Switzerland» an, um die fünfköpfige Jury, bestehend aus Hit-Produzent DJ Antoine, Pegasus-Frontman Noah Veraguth, Sängerin Anna Rossinelli und dem Mundart-Duo Büetzer Buebe, von ihrer Stimme zu überzeugen. Bei ihrem Auftritt mussten sich die Teilnehmer jeweils auf das musikalische Gespür aller Juroren verlassen. 56 Talente treten in den kommenden Battle-Runden in Zweier-Teams gegeneinander an und kämpfen um den Einzug ins Finale. Diesmal allerdings werden sie bloss noch von ihrem eigenen Coach bewertet. Die kleinste Panne kann ausschlaggebend für die Entscheidung der Coaches sein. Textpatzer und fehlende Harmonie im Team können ein Duett zu Fall bringen. Nur ein Sänger pro Zweierteam kommt in die «Sing-off»-Runde, in der sich die Coaches für zwei Schützlinge aus ihrem Team entscheiden müssen. Am kommenden Montagabend wird sich derweil zeigen, welche Talente aus dem «Team Anna» und dem «Team Antoine» weiterhin vom Sieg träumen dürfen. Will die Ricken­bacherin Lorena Beadini ins Finale einziehen, müsste sie dafür also nicht nur in der Battle, sondern auch im anschliessenden «Sing-off» bestehen. (pd/mlb)

Das erste Mal nervös

Trotz diverser Erfahrungen auf der Bühne habe die Szenerie von «The Voice of Switzerland» bei Beadinis erstem Auftritt einschüchternd auf die junge Sängerin gewirkt. «Man weiss ja nicht, ob sich die Juroren auch umdrehen», sagt sie. Es habe schon viele Künstler gegeben, die trotz guter Stimme ausgeschieden sind. «Ausserdem wird der Auftritt jeweils im Fernsehen übertragen. Das macht zusätzlich nervös.» Ansonsten sei ihr das Gefühl des Unbehagens vor öffentlichen Auftritten bisweilen fremd gewesen.

Lorena Beadini bei ihrem ersten Auftritt in der TV-Show «The Voice of Switzerland».

Lorena Beadini bei ihrem ersten Auftritt in der TV-Show «The Voice of Switzerland».

Bild: PD
«Meine Mutter mahnt zwar immer, ich hätte nicht genug geübt. Lampenfieber hatte ich aber vor diesem Auftritt nie wirklich.»

Vor dem anstehenden Battle, bei dem jeweils zwei Sängerinnen und Sänger mit- und gegeneinander antreten (siehe Infobox), hält sich ihre Nervosität in Grenzen. Sie wolle einfach ihr Bestes geben. «Immerhin bin ich ja erst 16 Jahre jung. Sollte ich nicht weiterkommen, bricht für mich keine Welt zusammen.» Ihre Teilnahme bereue sie keineswegs. Es sei bislang eine bereichernde Erfahrung gewesen.

Die erste Battlerunde von «The Voice of Switzerland» wird am Montagabend, 16. März, um 20.15 Uhr auf 3+ ausgestrahlt.