Textilmuseum Sorntal: Ball liegt bei den Eignern

Am 25. November haben die Stimmberechtigten von Niederbüren den Kauf der Museums-Liegenschaft in Sorntal durch die Gemeinde abgelehnt. Für den Verein Textilmuseum  ist dies kein Grund, den Kampf um den Erhalt des Museums aufzugeben.

Andrea Häusler
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Richard Holenstein, Präsident des Vereins Textilmuseum Sorntal (Bild: PD)

Richard Holenstein, Präsident des Vereins Textilmuseum Sorntal (Bild: PD)

Am Freitag hat die erste Vorstandssitzung nach dem abschlägigen Entscheid stattgefunden. Richard Holenstein, Präsident des Vereins Textilmuseum Sorntal, gibt Einblick in Traktanden und Beschlüsse.

Richard Holenstein,  wurden am runden Tisch erst einmal die Wunden geleckt oder richtete sich der Fokus bereits nach vorne? Holenstein: Der Entscheid ist gefällt und zu akzeptieren. Entsprechend blickten wir nicht zurück, sondern skizzierten Zukunftsszenarien und diskutierten, in Bezug auf die Liegenschaft, denkbare Varianten. Festgestellt wurde unter anderem auch, dass unser Businessplan überarbeitet werden muss.

Das heisst, dass sich der Verein Textilmuseum nicht zurückzieht? Der Liegenschaftskauf wurde zwar abgelehnt, doch haben immerhin 336 Stimmberechtigte ein Ja in die Urne gelegt. Diesen und den über 230 Mitgliedern unseres Vereins fühlen wir uns verpflichtet. Deshalb steht fest: Der Verein soll nach Möglichkeit bestehen bleiben und am Ziel, den Betrieb des Textilmuseums zu verantworten und dieses in die Zukunft zu führen, wird festgehalten.

Welche Schritte sind jetzt geplant? Der Ball liegt nun bei den Eignern der Liegenschaft. Sie haben zu entscheiden, ob sie das Objekt unter den neuen Gegebenheiten auf dem freien Markt veräussern oder dem Museum eine weitere Chance geben wollen.

Wie beurteilen Sie die Chancen für den Verein und Niederbüren? Die Signale, die von der Eigentümerfamilie Georgii ausgesandt worden sind, stimmen zuversichtlich. Allerdings sind noch keine Vertragsverhandlungen geführt worden.

Wann ist aus Ihrer Sicht mit konkreten Ergebnissen zu rechnen? Wir werden noch vor dem Jahresende zu einer weiteren Sitzung zusammenfinden. Ich hoffe und gehe unter den gegebenen Voraussetzungen auch davon aus, dass sich bis dahin etwas Konkretes abzeichnet.

Nach dem Nein an der Urne scheint sich nun relativ rasch eine Lösung abzuzeichnen. War da doch ein Plan B? In Bezug auf die Liegenschaft ganz klar Nein. Wie die Eigner letztlich entscheiden werden, ist nach wie vor völlig offen. Die Verhandlungen stehen ja wie gesagt erst an.