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TENNIS: Talente auf einem guten Weg

Die ambitionierten Tenniscracks aus der Region, Adrian Bodmer, Alina Granwehr, Nadine Keller, Karolina Kozakova und Nina Stadler, sind auf Kurs und haben im vergangenen Jahr weitere Karriereschritte vollzogen.
Marie Theres Brühwiler
Karolina Kozakova (links) wird von ihrer Mutter Jana trainiert. Im Sommer 2017 trainierte auch Alina Granwehr bei ihr. (Bild: Marie Theres Brühwiler)

Karolina Kozakova (links) wird von ihrer Mutter Jana trainiert. Im Sommer 2017 trainierte auch Alina Granwehr bei ihr. (Bild: Marie Theres Brühwiler)

Marie Theres Brühwiler

sport@wilerzeitung.ch

Belinda Bencic, die beste Tennisspielerin der Region, ist es sich längst gewohnt, im Scheinwerferlicht der Medien zu stehen. Im vergangenen Jahr hat diese Erfahrungen erstmals auch Adrian Bodmer gemacht. Mit internationalen Turniersiegen empfahl sich der Niederwiler für höhere Aufgaben und erhielt prompt erstmals ein Aufgebot von Davis-Cup-Coach Severin Lüthi. «Es war ein eindrückliches Erlebnis, aber es ist nur ein Zwischenziel auf meinem weiteren Weg», erklärte der 22-Jährige nach seiner vor mehreren Tausend Zuschauern verfolgten Premiere gegen Weissrussland und der äusserst knappen Doppel-Niederlage gegen zwei Weltklassespieler. Seine Auftritte auf den grossen Bühnen in Gstaad und Basel, für die er eine Wild Card bekommen hatte, bezeichnet Bodmer als weitere Höhepunkte der vergangenen Saison. «Mein eigentliches Jahresziel mit einem Ranking unter den besten 450 der Welt habe ich aber knapp verpasst», gibt der auf der Weltrangliste aktuell auf 473 geführte mehrfache Schweizer Meister selbstkritisch zu verstehen. Von seinem Weg abbringen lässt er sich trotzdem nicht. «Ich werde weiter hart arbeiten, mich stetig an ein höheres Niveau herantasten und 2019 möchte ich dann an den Qualifikationsturnieren für Grand Slams mitspielen», blickt Bodmer voraus. Ob der Fürstenländer anfangs Februar in Kasachstan für die Schweiz auf Davis-Cup-Punktejagd gehen darf, hängt unter anderem auch vom Entscheid seines Vorbildes Roger Federer ab. «Ich bin auf jeden Fall für weitere Davis-Cup-Einsätze bereit», schmunzelt die aktuelle Nummer sechs der Schweiz.

Ein Jahr voller Höhepunkte

Erster Junioren Schweizer Meistertitel, erster Tennis-Europe-Sieg bei den Unter-16-Jährigen, erste Punkte auf der ITF-Junioren-Weltrangliste und Umzug nach Biel: Alina Granwehr hat in den vergangenen Monaten einige Meilensteine gesetzt. Niederlagen gegen Gleichaltrige musste die talentierte Offensivspielerin in 2017 nur ganz wenige einstecken. «Verlieren ist immer enttäuschend, aber man kann auch daraus lernen und es beim nächsten Mal besser machen», weiss die Wilenerin, die ihren Schwerpunkt trotz ihren erst 14 Jahren bereits bei den Unter-18-Jährigen setzt. Alina Granwehr wird 2018 deshalb vorwiegend ITF-Turniere bestreiten und sich dank den gewonnenen Weltranglisten-Punkten baldmöglichst Zugang zu den Junioren-Grand-Slam-Qualifikationsturnieren verschaffen. Gas geben will die Swiss Tennis C-Kaderspielerin, die seit Sommer im Nationalen Leistungszentrum von Swiss Tennis trainiert und in Biel das Gymnasium besucht, aber auch in der Schule. «Das Umfeld ist optimal und ich will auf jeden Fall mein Bestes geben», sagt sie.

Auf den Spuren ihrer Mutter

Die 12-jährige Karolina Kozakova ist drauf und dran, in die Fussstapfen ihrer erfolgreichen Mutter zu treten. Die Uzwilerin, die von ihrer Mutter Jana Kozakova, der einstigen Nummer 361 der Welt trainiert wird, gewann im November in Gradignan (Frankreich) ihr erstes internationales Turnier bei den Unter-12-Jährigen. Zuvor sicherte sich die Absolventin der Sportschule Heerbrugg in England Bronze an den Team-Europa-Meisterschaften und stand auch beim prestigeträchtigen U12-Tennis-Europe-Turnier in Aurey im Finale. Die R2-Spielerin gehört in ihrer Altersklasse zu den Talentiertesten und ist im Jahrgang 2005 die Nummer zwei der Schweiz. «Ich will weiterhin an mir arbeiten und würde mich über einen Schweizer Meistertitel und internationale Siege sehr freuen», beschreibt Karolina ihre Zielsetzungen für 2018.

Top 500 im Visier

Trotz einer verletzungsbedingten Pause im Sommer, realisierte Nina Stadler mit ihrem ersten Turniersieg auf 25000-Dollar-Stufe im Doppel auf der Lenzerheide einen weiteren Meilenstein in ihrer Karriere. Mit drei Halbfinal-Vorstössen an 15000-Dollar-Turnieren in Folge gelang der Kirchbergerin später in Südafrika auch im Einzel ein Novum. An den Schweizer Meisterschaften bei den Aktiven hingegen musste die 22-Jährige kurz vor Jahresende ihre Ambitionen bereits in der ersten Runde begraben. «Leider konnte ich in Biel nicht mehr die gleiche Leistung wie an den vorherigen internationalen Turnieren abrufen», sagt Nina Stadler, die eine Teilnahme an nationalen Titelkämpfen jedoch als Ehrensache bezeichnet und sich deshalb trotz ungünstiger Vorzeichen und kurz nach der kräfteraubenden Turnierserie im Ausland der Konkurrenz im eigenen Land stellte. 2018 will die Nummer 19 der Schweiz und aktuelle 730 des WTA-Rankings die Top 500 Marke knacken. «Ich will weiterhin hart an meinen persönlichen Zielen arbeiten», verrät die ausgebildete Kauffrau, die nach dem Abstieg des TC Hörnli Kreuzlingen im NLA-Interclub die Farben des TC Chiasso vertritt.

Trainingsleistungen erfolgreich umsetzen

Auch Nadine Keller war im 2017 nicht vor Verletzungssorgen gefeit. Statt im Sommer an den nationalen Titelkämpfen ein Zeichen zu setzen, musste die Dussnangerin verletzungsbedingt eine Pause einschalten. «Die Rückkehr nach meiner Knieoperation war nicht einfach», sinniert die 17-Jährige. Inzwischen kann die N4-Spielerin wieder schmerzfrei spielen und hat an der Seite ihrer Trainingsgefährtin Larissa Tschenett im Spätherbst in Dornbirn auch ihr erstens internationales Doppelturnier in der höchsten Juniorenkategorie U18 gewonnen. «Ich möchte mein Spiel weiter verbessern und meine Trainingsleistungen vermehrt auch an Turnieren abrufen können», betont die Hinterthurgauerin. Diesen Sommer wird die Sport-KV-Absolventin auch im künftigen Berufsleben einen wichtigen Schritt machen und ihr eineinhalbjähriges Praktikum beginnen.

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