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TENNIS: Auf allen Ebenen im Vormarsch

Adrian Bodmer ist nach gesundheitlichen Rückschlägen auf dem Weg zurück. Der Niederwiler gehört erstmals zu den zehn Besten des Landes und ist international wieder da, wo er schon vor drei Jahren annähernd war.
Marie Theres Brühwiler
Adrian Bodmer will seine Fortschritte im Training auch in den Spielen umsetzen. (Bild: Freshfocus)

Adrian Bodmer will seine Fortschritte im Training auch in den Spielen umsetzen. (Bild: Freshfocus)

Marie Theres Brühwiler

sport@wilerzeitung.ch

Adrian Bodmer ist nicht nur sehr angetan von der Sportart Tennis, sondern ist auch reich mit Talent gesegnet. Entsprechend schnell ging es in seiner Karriere als Junior vorwärts. Bereits als 10-Jähriger wurde der Niederwiler in das dezentrale Kader von Swiss Tennis aufgenommen und vier Jahre später in das B-Kader befördert. Nach der guten Entwicklung und mit mehreren Schweizer-Meister-Titeln als Junior im Palmarès schien Adrian Bodmer auch auf der härteren Future-Stufe den Durchbruch bereits vor zwei Jahren geschafft zu haben. Dann aber begannen aufgrund eines Bänderrisses im Fuss die Probleme. Zwei Operationen mit langer Wettkampfabstinenz folgten. «Obwohl ich während vieler Monate tennismässig sehr wenig machen konnte, habe ich die Zeit genützt», sinniert der GC-Spieler, der vor vier Monaten seinen ersten nationalen Titel bei den Aktiven gewann und in der Anfang April erschienenen nationalen Tennisrangliste erstmals zu den zehn Besten des Landes gehört. «Man kann während einer Verletzungspause hadern oder aus dem noch Machbaren das Optimum herausholen», betont der 22-Jährige.

Den Rückschlag als Chance sehen

«Adrian ist in den letzten zwei Jahren gereift und hat im men­talen Bereich sehr viel dazugelernt», attestiert Trainer Joachim Kretz. «Ich kann das im Match leider jedoch noch nicht immer nach Wunsch umsetzen», gibt Bodmer selbstkritisch zu verstehen. In den letzten drei Monaten hat er jedoch gleich einige Achtungserfolge erzielen können. Dazu gehört auch die Art und Weise, wie er beispielsweise an den Aktivmeisterschaften in Biel mehrere besser klassierte Spieler in knappen Entscheidungen geschlagen hatte. Bodmer bezeichnet diese Siege als wichtig. «Aber es ist nicht das, was wirklich zählt. Ich will vor allem international weiterkommen.» An den letzten Future-Turnieren in Griechenland gelangen dem im ATP-Ranking auf Position 856 anzutreffenden Rückkehrer Siege über Spieler, die früher nicht in seiner Reichweite lagen. «Das bestätigt mich auf meinem internationalen Weg.»

Die Entwicklung kommt vor den Resultaten

«Am Ende jedes Spiels gibt es einen Sieger und einen Verlierer.» Auch wenn gewinnen natürlich immer schöner als verlieren sei. «Alles entscheidend ist das für mich aber im Moment nicht. Wichtig ist, wie ich mich entwickle.» Ausblenden will er seine Ziele im Ranking nicht. «Ich weiss genau, wo ich Ende Jahr stehen möchte», so Bodmer. Trainer Joachim Kretz attestiert seinem langjährigen Schützling viel Po­tenzial. «Er ist spielerisch und technisch sehr komplett, muss aber die durch Verletzungen verlorenen zwei Jahre zuerst auch im Kopf verarbeiten können», resümiert Kretz. Die täglichen Reisen von Niederwil SG nach Dornbirn (A) gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Bodmer hat seit einigen Monaten auch seinen Wohnsitz nach Österreich verlegt. «Das vereinfacht einiges», sagt er. Freizeit gebe es in Trainingsphasen kaum. «Da bleibt abends nicht mehr viel Energie übrig. Ich habe mich jedoch für dieses Leben entschieden und will jeden Tag alles geben, um besser zu werden», sagt der po­sitiv in die Zukunft blickende Bodmer.

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