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Technologie mit Zukunft

Im Rahmen der Bildungsvortragsreihe der CVP 60+ wurde das Thema «3D-Druck – dritte industrielle Revolution?» beleuchtet.
Die Senioren bestaunten das arbeitende Druckgerät Delta Tower. (Bild: Ernst Inauen)

Die Senioren bestaunten das arbeitende Druckgerät Delta Tower. (Bild: Ernst Inauen)

WIL. Das regionale Forum CVP 60+ griff für den ersten Vortrag des Jahres ein aktuelles Thema auf, das für die ältere Generation allerdings etwas abstrakt wirken mag. Dennoch liessen sich über 60 lernbegierige Personen im Gewölbekeller des Hof zu Wil über die neue Technologie aufklären. Stefan Mannhart, Geschäftsführer des Dienstleistungsunternehmens, gab in seinem Referat einen Überblick über ein zukunftsträchtiges Entwicklungsgebiet.

Dritte Dimension

Mannhart hat bei der Firma Zehnder 16 Jahre als Drucker gearbeitet und sich mit dieser jungen Technologie beschäftigt. Seit einem Jahr leite er als Geschäftsführer von mach3D.ch den eigenständigen Bereich. Er wies auf das Druckgerät Delta Tower hin, das im hinteren Teil des Gewölbekellers während des Referates an einem praktischen Beispiel arbeitete.

Schichtweiser Aufbau

Stefan Mannhart erklärte die Funktion und die Möglichkeiten des 3D-Drucks. In verschiedenen Bereichen können Ideen für kostengünstige Prototypen umgesetzt werden. Nach digitaler Erfassung des gewünschten Objektes werden die CAD-Daten für den 3D-Druck umgerechnet und auf den Drucker übertragen. Das Kunststoffmaterial wird durch Erhitzung verflüssigt und schichtweise Zehntel- um Zehntel-Millimeter aufgetragen. Das Material härtet wieder aus. Am Ende des Druckprozesses präsentiert sich das fertige Produkt ohne Materialverlust und Nachbearbeitung.

Diverse Anwendungsbereiche

Mannhart betonte, dass mit dem FDM-Verfahren (Schmelzschichtung) komplizierteste Objekte ohne Stützmaterial hergestellt werden können. Ein Anwendungsbeispiel in der Architektur seien Modelle von Häusern. Es sei möglich, diese als Ganzes oder stockwerkweise zu drucken. Es sei beispielsweise auch eine individuelle Anpassung von Hörgeräten realisierbar, sprach er einen anderen Bereich an. Auf dem medizinischen Gebiet könne er sich vorstellen, dass kostengünstige Prothesen in Drittweltländern angewendet werden könnten. Mit einigen Musterobjekten zeigte der Referent weitere Möglichkeiten auf. Nach dem Referat ging er auf die zahlreichen Fragen aus dem Publikum ein. (ei)

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