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Technische Betriebe: Neues Abgabemodell

WIL. Der Stadtrat beantragte dem Stadtparlament am Donnerstagabend, das Modell der Abgabe der Technischen Betriebe Wil (TBW) an die Stadt anzupassen.

WIL. Der Stadtrat beantragte dem Stadtparlament am Donnerstagabend, das Modell der Abgabe der Technischen Betriebe Wil (TBW) an die Stadt anzupassen. Bis anhin lieferten die TBW jährlich eine Summe ab, die sich aus einem Sockelbeitrag von einer Million Franken zuzüglich fünf Prozent des ausgewiesenen Substanzwerts sowie 15 Prozent des Reingewinns zusammensetzte. Im vergangenen Jahr belief sich die Abgeltung auf 4,9 Millionen Franken. Das neue Modell besteht aus einer Zwei-Prozent-Verzinsung des kalkulatorischen Anlagewerts sowie einem Anteil von 33 Prozent am Reingewinn und einer Konzessionsgebühr auf Basis der Absatzmenge.

«TBW fit halten»

Stadtrat Daniel Meili, Vorsteher des Departements Versorgung und Sicherheit, begründete den Modellwechsel mit der Einführung eines transparenten und nachvollziehbaren Berechnungssystems sowie einer besseren Planbarkeit. Er bezeichnete das neue Modell als verlässlich. Es trage dazu bei, «die TBW weiterhin fit zu halten». Durch den 33prozentigen Anteil am Gewinn werde der Grundsatz «Wenn es den TBW gut geht, soll es auch der Stadt gut gehen» weiter verfolgt. Der Stadt gehe es nicht darum, die Abgabe zu erhöhen, betonte Meili. Laut Berechnung bleibt der Betrag im Vergleich zu der nach altem Modell errechneten Budgetzahlen in etwa. Bei den Kunden-Tarifen kommt es gemäss dem Stadtrat zu keiner Anhebung.

Ein Anreizmodell fehlt

Hans Moser von der CVP sprach sich für das neue Abgeltungsmodell aus. Die Stadt trage als Inhaberin das unternehmerische Risiko. Für das investierte Kapital werde sie angemessen entschädigt. Die SVP stellte sich ebenfalls hinter das neue System. Da sich die TBW im Besitz der Stadt befänden, müssten die Erträge dem Volk zugute kommen, sagte Ursula Egli. Lobend hob sie hervor, dass es zu keiner Erhöhung der Gebühren für die Kunden komme, und empfahl dem Stadtrat gleichzeitig, die Einnahmen nicht für den Abbau des strukturellen Defizits zu verwenden. Michael Sarbach von den Grünen Prowil bezeichnete die neue Variante als zweckerfüllend. Er hätte sich gewünscht, dass der Stadtrat einen Schritt weiter gegangen wäre und ein Anreizmodell für den sparsamen Umgang mit Ressourcen oder der Steigerung der Effizienz eingebaut hätte. In den Augen der FDP ist das neue Modell zeitgemäss. Es sei wie der rote Faden, durch den die Stabilität der TBW gestützt werde. Marc Flückiger warnte aber davor, die TBW «auszubluten».

«Die Summe bleibt gleich»

Die SP begrüsst das neue Modell, beantragte aber zwei Änderungen: Die Verzinsung des kalkulatorischen Anlagewerts soll von zwei auf drei Prozent erhöht werden und der Anteil am Gewinn von 33 auf 25 Prozent gesenkt werden. «Die Summe bleibt gleich», sagte Arber Bullakaj. Weil der Anteil am Gewinn, der Schwankungen ausgesetzt sei, kleiner sei, sei die Budgetierung der Abgabe einfacher. Mit 20 Nein- zu 17 Ja-Stimmen sprachen sich die Parlamentarierinnen und Parlamentarier gegen den Vorschlag der SP aus und genehmigten in der Folge das vom Stadtrat unterbreitete Abgabemodell ohne Gegenstimme. (ph)

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