TEAMPRÄSENTATION
FC Wil: Nach der Konsolidierung soll der nächste Schritt folgen

Am Montagabend wurde im Bergholz das Team für die neue Challenge-League-Saison vorgestellt. Noch fehlen die beiden wichtigsten Sponsoren.

Simon Dudle
Drucken
Teilen
Trainer Alex Frei möchte in seinem zweiten Jahr als FC-Wil-Trainer besser abschneiden als im ersten.

Trainer Alex Frei möchte in seinem zweiten Jahr als FC-Wil-Trainer besser abschneiden als im ersten.

Bild: Gianluca Lombardi

Nach dem EM-Final ist knapp zwei Wochen vor dem Start in die neue heimische Fussballsaison. Unter diesem Motto lief die Teampräsentation des FC Wil, welche im Bergholz als öffentliche Veranstaltung abgehalten wurde. Vorgestellt wurde ein abermals junges Team. 16 Spieler sind 22-jährig oder jünger, 5 Routiniers gehören dem Kader an. Wobei man beim FC Wil als 25-Jähriger bereits als Routinier gilt. Alles in allem ist die Mannschaft leicht älter als in der vergangenen Saison. Damals hatten die Wiler allerdings mit dem mit Abstand jüngsten Team im Schweizer Profifussball gespielt.

Die Zielsetzung

Besser sein als in der vergangenen Saison. Somit gilt es Rang 7 und 39 Punkte zu verbessern. «Wer mich kennt, der weiss, dass ich andere Ambitionen habe», sagt Trainer Alex Frei vor versammelter Runde. Zudem sei es Zeit, im Cup mal wieder einen Coup zu landen. Später fügt er bei, dass es nun an der Zeit sei, die Konsolidierungsphase des Vereins abzuschliessen und einen nächsten Schritt zu machen.

Die Transfers

Es war deutlich ruhiger als im vergangenen Sommer. Rund zehn Spieler sind gegangen, rund zehn Spieler gekommen. Das Gerippe ist geblieben. Einen Super-League-Transfer hat es bisher noch nicht zu geben. Am ehesten traut man den Sprung Verteidiger Serkan Izmirlioglu und Topskorer Valon Fazliu zu. «Bis anhin hat es keine konkreten Angebote für sie gegeben. Es spielt nicht so eine Rolle, ob der Spieler jetzt oder in der nächsten Transferperiode wechselt», sagte Frei. Allzu viele Zuzüge wird es nicht mehr geben, obwohl das Transferfenster noch bis in den September hinein geöffnet ist. Ausser, ein Stammspieler verlässt den Klub.

Die Goalie-Frage

Mit Nils de Mol, Marvin Keller und Kader Abubakar stehen drei Torhüter zur Verfügung. Alle sind 21-jährig oder jünger. Die unbestrittene Nummer 1 der vergangenen Saison, Philipp Köhn, hat den Klub aber verlassen. De Mol hat sich zwar die Rückennummer 1 geschnappt. Wer Stammgoalie wird, steht aber noch nicht fest. «Nils de Mol ist bereits seit Januar hier, hat in der vergangenen Saison einige Partien in der Challenge League bestritten und somit einige Prozente Vorsprung. Ich warte aber noch die letzten beiden Testspiele gegen Brühl und Luzern ab um zu entscheiden, wer beim Saisonstart gegen Vaduz im Tor steht», sagt Frei. Eine glasklare Nummer 1 wie in der vergangenen Saison scheint es nicht zu geben. Regelmässige Wechsel im Tor will Frei aber verhindern.

Das Experiment

Mergim Brahimi ist über die Sommerpause vom Flügelspieler zum linken Aussenverteidiger umfunktioniert worden. Was sind die Hintergründe? «Mergim ist ein intelligenter Spieler. Zudem sind wir jung in der Innenverteidigung. Es braucht Erfahrung in der 4er-Kette. Er hat Zug nach vorne und ist beidfüssig. Taktisch muss er noch die Entwicklung machen. Wir arbeiten daran und er wird das lösen können», sagt Frei.

Die Sponsoren

Die beiden wichtigsten Sponsoren fehlen dem FC Wil noch. Der Hauptsponsor ist zu ersetzen. Mit Vorgänger Mahrberg Library gibt es nach drei Jahren keine Zusammenarbeit mehr. «Ich führe aktuell etwa 40 Gespräche in dieser Thematik. Das ist ein Grund, warum ich momentan etwas weniger schlafe», sagt Präsident Maurice Weber. Kommt dazu, dass auch weiterhin kein Namensgeber für das Stadion Bergholz vorhanden ist. Dies, seit IGP vor rund eineinhalb Jahren ausgestiegen ist. Zwar wurde mittlerweile externe Hilfe bei der Suche geholt – noch ohne Erfolg.

Die Stadion-Überdachung

Nachdem das Stadtparlament der Überdachung der Gegentribüne im Mai deutlich zugestimmt hat, hofft Präsident Maurice Weber, dass entweder in der Winterpause oder dann im kommenden Sommer das Dach errichtet wird.

Die Corona-Folgen

Es ist geplant, dass im Bergholz in der neuen Saison alle Sektoren geöffnet sind. Die Wiler Challenge-League-Spiele werden zu Grossveranstaltungen. Wer ins Stadion will, muss einen Corona-Zertifikat vorweisen. Dafür gibt es im Stadion fast keine Einschränkungen mehr.

Aktuelle Nachrichten