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Teamcheck vor dem Meisterschaftsstart: Der EC Wil hat den Schwachpunkt der vergangenen Saison angegangen

Verbesserte Defensive, Substanzverlust auf der Position des Mittelstürmers in der Offensive: So startet der EC Wil am Samstagabend in die 1.-Liga-Saison. Gegner im Heimspiel sind die Argovia Stars. Anpfiff in der Eishalle Bergholz ist um 17.30 Uhr.
Tim Frei
Der pfeilschnelle Stürmer Dominik Senn ist ein Garant für Tore und Vorlagen. (Bilder: Urs Bucher)

Der pfeilschnelle Stürmer Dominik Senn ist ein Garant für Tore und Vorlagen. (Bilder: Urs Bucher)

Das Warten hat ein Ende. Eine Woche nach der NLA und NLB beginnt am Wochenende auch die Meisterschaft der 1. Liga. Mittendrin: der EC Wil. In der ersten Wiler Mannschaft hat es wichtige Änderungen gegeben. Der Teamcheck – und ein Blick auf die Konkurrenz.

96 Gegentreffer in 27 Partien: Das war der fünftschlechteste Wert in der Qualifikation der vergangenen Saison. Auch im Playoff-Viertelfinal, den die Wiler deutlich mit 0:3 gegen Bellinzona verloren, offenbarte sich der Schwachpunkt des Teams – die Defensive.

Starker Rückhalt und zwei vielversprechende Verteidiger

Die Verantwortlichen haben mit vielversprechenden Transfers reagiert. Mit Daniel Schenkel verpflichteten die Wiler einen starken Torhüter. In der vergangenen Saison hatte der 24-Jährige grossen Anteil daran, dass der EHC Uzwil bis am Schluss im Playoff-Rennen war. Schenkel kommuniziert auf dem Eis laut und klar – und auf dem Weg zu einer stabileren Defensive schadet eine direkte Sprache kaum.

Verteidiger Simon Steiner stiess vom EHC Uzwil zum EC Wil.

Verteidiger Simon Steiner stiess vom EHC Uzwil zum EC Wil.

Von Noah Isler und Simon Steiner, den zwei neuen Verteidigern, ist auch einiges zu erwarten. Isler, der zuletzt eine Liga höher für Chur spielte, verfügt über viel Offensivpotenzial. Der Rechtsschütze, der schon einmal für den EC Wil auflief, verfügt über einen guten Schuss und hat das Wiler Überzahlspiel bereits in den Testpartien orchestriert. Steiner, der innerhalb der Liga von Uzwil nach Wil wechselte, ist ein defensiv orientierter Verteidiger mit guter Spielübersicht.

Mit dem Abgang von Heitzmann haben die Wiler viel Erfahrung und physische Präsenz verloren

Anders sieht es im Sturm aus, der in der vergangenen Saison mit 127 Treffern ligaweit der zweitbeste der Qualifikation war. Den Wilern ist es aber nicht gelungen, ihr Prunkstück auf gleichem Niveau zu halten. Der Substanzverlust auf der Position des Mittelstürmers ist auf dem Papier erheblich.

Die ligainternen Abgänge von Dario Eigenmann zu Herisau und von Remo Heitzmann zu den Pikes Oberthurgau dürften schwer wiegen. Mit dem früheren Nationalligaspieler und letztjährigen Assistenzcaptain Heitzmann haben die Wiler nicht nur einen erfahrenen Akteur verloren, sondern auch viel physische Präsenz.

Wenige Tage vor dem Saisonstart: Sechs junge Spieler mittels B-Lizenz verpflichtet

Auch der Abgang des spielstarken Eigenmann dürfte schmerzen. Mit Frauenfelds Dominik Senn verpflichteten die Wiler allerdings einen ansprechenden Ersatz. Mit seiner Schnelligkeit ist der Stürmer prädestiniert, Löcher in der gegnerischen Abwehr aufzureissen – und damit ein Garant für Tore und Vorlagen.

Levin Schneider aus dem Nachwuchs von Winterthur könnte ein Versprechen für die Zukunft sein. Der 20-jährige Mittelstürmer wird aber Zeit brauchen. Wenige Tage vor dem Saisonstart hat der EC Wil sein Kader mit sechs jungen Spielern erweitert, die alle mittels B-Lizenz verpflichtet wurden (siehe Interview mit Roger Dietschweiler).

Findet Ritsch eine zweite starke Offensivreihe?

Letztlich dürfte auch in dieser Saison wieder viel von den zwei Stürmern Elia Mettler und Andreas Ambühl abhängen. Die beiden Spieler, die sich auf dem Eis fast schon blind verstehen, gehörten vergangene Saison zu den besten Skorern der Liga.

In den Vorbereitungsspielen für diese Saison liess Trainer Andy Ritsch das Duo an der Seite von Mittelstürmer Fabio Högger spielen. Ohne Frage eine äusserst dominante Offensivreihe. Aber gleichzeitig macht das die Wiler berechenbar. Teams, die diese Linie im Griff haben, dürften gute Siegchancen haben. Will Ritsch die drei Spieler auch in der Meisterschaft zusammen auflaufen lassen, muss er eine zweite starke Formation finden.

Wetzikon favorisiert, Pikes sind der Transfersieger – enges Rennen um Platz vier

Als Favorit auf den Meistertitel gilt wieder einmal Wetzikon, das im Frühling erst am späteren Aufsteiger Arosa scheiterte. Die Pikes Oberthurgau haben mächtig aufgerüstet, zum Beispiel mit Torhüter Michal Chmel, der zuletzt für Bellinzona spielte und zu den besten Goalies der 1. Liga zählt. Auch wenn gute Transfers noch keinen Meister machen, mit diesem Kader müssen die Thurgauer um den Titel mitspielen.

Auch zum Favoritenkreis gehört Bellinzona. Einen heissen Kampf um Platz vier nach der Qualifikation, dem Heimrecht im Playoff, dürften sich Frauenfeld, Burgdorf, Herisau, und Wil liefern.

Heimspiel gegen die Argovia Stars

Den Saisonstart in der 1. Liga kann der EC Wil fast in Vollbestand in Angriff nehmen: Bis auf eine Ausnahme können die Wiler im Heimspiel vom Samstag gegen die Argovia Stars, Anpfiff um 17.30 Uhr in der Eishalle Bergholz, auf alle Spieler zählen. Stürmer Matteo Torino, der im Testspiel gegen Herisau einen Handbruch erlitt, fällt noch rund sechs Wochen aus. (tm)

Redaktionstipp: Rang 6

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