TCS-Sektion AI-SG wählt in Bütschwil einen neuen Präsidenten

An der Delegiertenversammlung in Bütschwil löste Marcel Aebischer den bisherigen Präsidenten der TCS-Sektion AI-SG, Luigi R. Rossi, ab. In seinem letzten Jahresbericht kritisierte der scheidende Vorsitzende, dass der öffentliche Verkehr beim Ausbruch der Pandemie kein verlässliches Transportmittel mehr gewesen sei.

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Der neue Ehrenpräsident Luigi R. Rossi (mit Urkunde) und der neue Sektionspräsident Marcel Aebischer.

Der neue Ehrenpräsident Luigi R. Rossi (mit Urkunde) und der neue Sektionspräsident Marcel Aebischer.

Bilder:PD

(red/pd) An der Delegiertenversammlung vom Frühling 2019 hatte Rossi seinen Rücktritt für 2020 angekündigt. Wegen der Coronapandemie war die Wahl seines Nachfolgers vom Mai auf anfangs September verschoben worden. «Nächstes Jahr sitze ich dann auch bei euch unten», sagte er am Samstag im Saal des Zivilschutz-Ausbildungszentrums von Bütschwil. 88 Stimmberechtigte der TCS-Sektion AI-SG hatten sich dort versammelt.

Seit 2004 war Rossi Präsident der Sektion gewesen; zudem gehörte er dem Verwaltungsrat des TCS-Zentralclubs an. Geradlinig, pragmatisch, zielstrebig: Mit diesen Attributen beschrieb Peter Goetschi, der Zentralpräsident des Touring Clubs, seine Art. Für die lange Tätigkeit und die Verdienste wählten die Delegierten Rossi einstimmig zum Ehrenpräsidenten.

Neuer Präsident für sieben Regionalgruppen

Nachfolger Rossis ist der Rechtsanwalt Marcel Aebischer aus Abtwil. Der 42-jährige war seit 2014 Präsident der Regionalgruppe St.Gallen und Umgebung. Bei Ausgaben von rund 2,5 Millionen Franken schloss die Jahresrechnung mit einem Aufwandüberschuss von gut 30'000 Franken, zurückzuführen unter anderem auf eine Mehrwertsteuer-Nachzahlung. Die finanzielle Situation der Sektion ist nach wie vor stabil.

Zur Rechnung und zum Budget, das einen ausgeglichenen Abschluss vorsieht, gab es keine Wortmeldungen. Per Ende des vergangenen Jahres wies die Sektion SG-AI 58'461 Mitglieder auf. Sie setzt sich aus sieben Regionalgruppen zusammen: St.Gallen und Umgebung, Wil und Umgebung, Toggenburg, Rorschach-Rheintal, See-Gaster, Sarganserland-Werdenberg-Liechtenstein und Appenzell Innerrhoden.

Keine Abhängigkeit von nur einem Energieträger

In seinem wie üblich vor der Versammlung schriftlich abgegebenen Geschäftsbericht wies Luigi R. Rossi darauf hin, dass der öffentliche Verkehr beim Ausbruch der Pandemie kein Schutzkonzept hatte und kein verlässliches Transportmittel mehr war. Aus der ausserordentlichen Situation der vergangenen Monate seien nach seiner Ansicht mehrere Schlüsse zu ziehen. So sei eine Mobilität ohne Individualverkehr undenkbar. «Und das Verkehrsmittel darf nicht nur von einem Energieträger abhängig sein. Es wäre deshalb falsch, einseitig auf die Elektromobilität zu setzen.» Die dritte Lehre:

«Der ÖV muss verlässlich und qualitativ besser werden.»

Im Anschluss an die Versammlung trat Marcel John, St.Galler Kantonsingenieur, ans Rednerpult. Er stellte die beiden Projekte «Umfahrung Bütschwil» und «Umfahrung Wattwil» (zweite Etappe) vor: Die erste wird Mitte September eingeweiht, die Inbetriebnahme der anderen ist für 2022 vorgesehen.