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TBW verkaufen Anteile von Solaranlage: So soll jeder Wiler in Sonnenenergie investieren können

Auf der Eishalle soll bis Sommer 2019 eine Fotovoltaikanlage entstehen. An der Finanzierung können sich alle Wiler beteiligen. Dadurch wird es auch Mietern möglich, in Solarstrom zu investieren. Zudem soll damit das Energiekonzept greifbarer werden.
Gianni Amstutz
Auf dem Dach der Eishalle (im Vordergrund rechts) wird ab Frühling 2019 eine rund 600 Quadratmeter grosse Fotovoltaikanlage erstellt. (Bild: PD)

Auf dem Dach der Eishalle (im Vordergrund rechts) wird ab Frühling 2019 eine rund 600 Quadratmeter grosse Fotovoltaikanlage erstellt. (Bild: PD)

Es ist ein ambitioniertes Ziel, das sich die Stadt Wil gesetzt hat. Das sieht auch Stadtrat Daniel Meili vom Departement für Versorgung und Sicherheit so. Bis 2050 soll der Solarstromanteil 15 Prozent betragen. Als Zwischenschritt will die Stadt den Anteil bis 2020 von aktuell 3,5 auf 5 Prozent erhöhen. «Um das ehrgeizige Vorhaben verwirklichen zu können, müssen wir einiges leisten und die ganze Bevölkerung aktiv miteinbinden», sagt Meili. Bisher war es Hauseigentümern vorbehalten, Solarpanels auf ihren Dächern zu errichten und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Dafür erhielten sie Beiträge vom Bund und aus dem Energiefonds der Stadt. Im Rahmen eines neuen Projekts der Technischen Betriebe Wil (TBW) soll es nun bald auch für Mieter, KMU oder Hauseigentümer, die keine Fotovoltaikanlage auf ihrem eigenen Dach bauen können, möglich sein, sich an der Produktion von Solarstrom zu beteiligen.

80 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr

Für 250 Franken pro Quadratmeter können sich Personen, die dem Verteilnetz der TBW angehören, einen Anteil an einer Fotovoltaikanlage sichern. Diese soll im Frühjahr 2019 auf dem Dach der Eishalle des Sportparks Bergholz gebaut werden und insgesamt 597 Fotovoltaik-Quadratmeter umfassen. Für die Mitfinanzierung des Solardachs erhalten die Käufer im Gegenzug 80 Kilowattstunden kWh pro Jahr und Quadratmeter – und das für 20 Jahre. Der «eigene» Solarstrom werde in Form einer Gutschrift von der Energierechnung abgezogen, erklärt Daniel Meili. Mit den 80 kWh liesse sich beispielsweise ein moderner Kühlschrank für ein Jahr betreiben.

Wer jetzt denkt, damit ein gutes Geschäft machen zu können, liegt falsch. «Finanzielle Vorteile gibt es durch das Projekt weder für die Stadt noch für die Anteilskäufer», sagt Meili. Dazu werde man auch eine Beschränkung der maximalen Anteile festlegen. So wolle man verhindern, dass eine Grossfirma die ganze Fläche aufkaufe, um Profit zu machen. «Schliesslich soll es ein Projekt für alle Wilerinnen und Wiler werden.» Neben dem Ziel, mit der Solaranlage allen Bürgern Zugang zu eigenem Sonnenstrom zu ermöglichen, wollen die TBW damit auch das Energiekonzept der Stadt greifbarer machen und einen emotionalen Bezug dazu schaffen. «Jeder soll aktiv daran mitwirken können», sagt Philipp Gemperle, Leiter Kommunikation der Stadt.

Bis Frühling 2019 70 Prozent der Fläche verkaufen

Ab dem vierten Quartal dieses Jahres können die Anteile erworben werden. Werden nicht alle 597 Quadratmeter der Fotovoltaikanlage verkauft, würden die TBW den Rest der Gesamtkosten von 150000 Franken in einem ersten Schritt übernehmen und den Verkauf danach weiterführen, erklärt Meili. Die TBW hoffen, bis zum Baustart im Frühling 2019 mindestens 70 Prozent der Fläche verkauft zu haben, gab der Stadtrat die Zielsetzung bekannt. Aus Budgetsicht sei dies für die Realisierung des Projekts aber nicht entscheidend. Auch für den Fall, dass der Bedarf grösser als das Angebot ist, hätte man eine Lösung. Die Verantwortlichen des Departements für Bau, Umwelt und Verkehr hätten bestätigt, dass von der Statik her eine weitere Anlage derselben Grössenordnung auf dem Dach der Eishalle gebaut werden könnte.

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