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Wegen der geplanten Neugestaltung des Bahnhofs Wil: Taxis müssen weichen

Die vorgesehene Verschiebung der Taxiparkplätze am Bahnhof bereitet GLP-Politikerin Erika Häusermann Sorgen. Sie spricht von einer Benachteiligung von älteren Menschen, Frauen und Menschen mit Behinderung.
Gianni Amstutz
Je nachdem, wo Pendler im Zug sitzen, müssen sie künftig längere Wege zum Taxi zurücklegen. Bild: Gianni Amstutz

Je nachdem, wo Pendler im Zug sitzen, müssen sie künftig längere Wege zum Taxi zurücklegen. Bild: Gianni Amstutz

Jährlich nutzen 4,2 Millionen Passagiere den Bahnhof Wil. Mit der Neugestaltung des Bahnhofplatzes soll dieser wichtige Drehpunkt für Pendler nicht nur attraktiver gestaltet werden, auch die Abläufe des öffentlichen Verkehrs sollen verbessert werden.

Die Grünliberale Stadtparlamentarierin Erika Häusermann zweifelt jedoch daran, ob dieses Ziel tatsächlich erreicht wird. Sie sieht dabei insbesondere eine Gruppe der Verkehrsteilnehmer benachteiligt: die Taxifahrer.

Häusermann hat nun eine Anfrage an den Stadtrat mit dem Titel «Die Neugestaltung des Bahnhofplatzes ohne Rücksicht auf Taxis und ihre Passagiere» eingereicht. In dieser enerviert sie sich über die Verschlechterung der Situation für die Taxis. Diese sei «offensichtlich und nicht akzeptabel».

Taxiparkplätze werden 
verschoben

Grund für Erika Häusermanns Ärger ist das Vorhaben, die Standplätze der Taxis vom heutigen Standort zwischen den beiden Unterführungen weiter nach Westen zu verschieben.

Die Kunden müssten daher grössere Distanzen zurücklegen, um zu den Taxis zu gelangen. Das würde wiederum negativ auf die Erreichbarkeit der Taxis auswirken. Häusermann führt dazu eine Stellungnahme der SBB auf. In dieser heisst es:

«Es ist offensichtlich, dass die grösseren Distanzen zu Ungunsten der Taxikunden ausfallen.»

Die Grünliberale macht sich aber nicht nur Sorgen um die Taxiunternehmen, sondern auch um deren Kundschaft. «Die Neugestaltung des Bahnhofplatzes wird als ein Projekt für die Zukunft angepriesen. Für die Taxibetriebe und ihre Passagiere gilt dies offenbar nicht», sagt sie.

Wenn die Taxistände nach Westen verschoben würden, müssten Zugreisende unter Umständen mehrere hundert Meter zu Fuss zurücklegen, bis sie die Taxistände am westlichen Ende des Bahnhofs erreichten. «Passagiere mit schwerem Gepäck, Rollstuhlfahrende, Behinderte, ältere Reisende oder Frauen, die nachts sicher nach Hause wollen, werden mit der Neugestaltung des Bahnhofplatzes klar benachteiligt, als schwächste Gruppen im Verkehr gar diskriminiert», empört sich Erika Häusermann.

Stadtrat beurteilt 
die Situation anders

Doch nicht nur die Verschiebung der Parkplätze ist der GLP-Politikerin ein Dorn im Auge. Sie bemängelt auch die vorgesehene Reduktion von elf auf acht Taxiparkplätze.

Die Antwort des Stadtrats steht zwar noch aus, doch erlauben die Dokumente über die Neugestaltung des Bahnhofplatzes bereits jetzt Rückschlüsse über seine Antwort auf die Anfrage.

Zur Reduktion der Parkplätze heisst es: «Da die heute bestehenden elf Taxistandplätze gemäss Auslastungserhebung im besten Fall zu 40 bis 60 Prozent belegt sind, wird der bereitgestellte Warteraum für acht Fahrzeuge als ausreichend beurteilt.»

Und auch die Lage der Taxiparkplätze schätzt der Stadtrat anders ein. Es ist von einer «prominenten Lage» unmittelbar bei der Personenunterführung West die Rede. Zwischen den oberirdischen Kurzzeitparkplätzen und dem Gleis 1 könnten die Taxichauffeure gut einsehbar auf die Kundschaft warten. Ein Einlenken des Stadtrats scheint also unwahrscheinlich.

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