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Tauziehen um das Dachkonzept in der Wiler Bergholzarena

Der FC Wil reichte bei der Stadt ein fertiges Dachkonzept ein. Diese liess das Projekt trotzdem überarbeiten.
Lara Wüest
Wer keinen Platz auf der Haupttribüne hat, muss bei Sonne in der Hitze brüten. (Bild: Urs Jaudas)

Wer keinen Platz auf der Haupttribüne hat, muss bei Sonne in der Hitze brüten. (Bild: Urs Jaudas)

Wenn in der IGP-Arena ein Fussballspiel stattfindet, stehen bei schlechtem Wetter zahlreiche Besucher im Regen. Gerade einmal 700 der 6 000 Plätze sind überdacht, nämlich diejenigen der Haupttribüne. Zuschauer, welche sich diese teureren Tickets nicht leisten können – nicht selten sind das Familien – werden bei schlechtem Wetter nass und müssen im Sommer in der Hitze brüten, weil der Schatten fehlt. Doch das soll sich bald ändern, der FC Wil möchte weitere Teile des Stadions überdachen. So soll die Gegentribüne künftig ebenfalls ein Dach erhalten.

Das Projekt würde 1,5 Millionen Franken kosten, welche zu ungefähr gleichen Teilen auf den Kanton, die Stadt und den FC aufgeteilt werden sollen, wenn es nach den Plänen des FC Wil geht. Zuständige beim Kanton hätten dem Fussballclub bereits zugesichert, den Geldbetrag über Geld aus dem Sport-Toto mitzufinanzieren, sagt FC-Präsident Maurice Weber.

Profitieren vom neuen Dach würde neben den Zuschauern und dem FC auch die Stadt. Denn sie ist die Besitzerin des Sportparks. «Die Stadt würde also ein neues Dach über dem Stadion erhalten und nur einen Drittel der Kosten tragen», sagt Weber.

Im ursprünglichen Konzept sollte das Dach so aussehen. (Visualisierung: PD)

Im ursprünglichen Konzept sollte das Dach so aussehen. (Visualisierung: PD)

Hoffnung: Weniger Lärm dank neuem Dach

Bereits letztes Jahr hat Weber, der ein Planungsunternehmen im Bereich Logistik und Bau besitzt, ein fertiges Konzept für das Dach erstellt und dieses im Sommer bei der Stadt eingereicht. «Für mein Vorprojekt hat die Stadt nichts bezahlen müssen», sagt Weber. Das Bauamt allerdings habe das Dachprojekt vom Architekten, der das Stadion entwarf, überprüfen lassen und dafür den vom Parlament genehmigten Planungskredit verwendet. «Ich als Steuerzahler frage mich schon, ob das nötig war», sagt Weber.

Von der Überdachung der Arena erhofft sich der Fussballclub nicht nur eine Verbesserung für die Zuschauer, sondern auch für die Anwohner im Quartier. Durch die geschlossene Fassade bleibe der Lärm im Stadion, so Weber. Das Konzept, welches er bei der Stadt einreichte, war, wie Weber sagt, weit mehr als ein Entwurf. Es hätten bereits Abklärungen betreffend Statik, Akustik und Elektrik stattgefunden.

«Es war realisierbar, die Stadt hätte nur noch zustimmen müssen.»

Zusammen mit dem Architekten hat Weber das Dachprojekt nun nochmals überarbeitet. Dabei sei ein neues Vorprojekt erstellt worden, sagt er. Anstelle der Gegentribüne und einem Teil des Fan-Bereichs soll gemäss dem Präsidenten zum Beispiel nur noch die Gegentribüne überdacht werden. Und es seien Toiletten für den Kinderspielplatz vor dem Bergholz geplant, die bei dessen Bau wohl vergessen gegangen seien. Auch sei der mögliche Ausbau einer Fotovoltaikanlage für die Technischen Betriebe Wil vorgesehen. «Wir haben sämtliche Anmerkungen des Architekten berücksichtigt», so Weber. Dieses neue Konzept habe er nun erneut bei der Stadt eingereicht.

«Die Rechte des Urhebers müssen gewahrt werden»

Daniel Stutz, Stadtrat

Daniel Stutz, Stadtrat

Der Stadtrat und Vorsteher des Departements für Bau, Umwelt und Verkehr (BUV), Daniel Stutz, bestätigt, dass die Stadt für «die Begleitung des Projekts, die Klärung der Projektidee und für die beschaffungsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Projektierungs- und Ausführungsphasen» das Architekturbüro, welches das Bergholz konstruiert hat, beigezogen hat. Der Stadtrat habe dafür im vergangenen November einen Kredit von 25000 Franken bewilligt, so Stutz. Er begründet:

«Es ist wichtig, dass die Stadt ihre Verantwortung als Eigentümerin wahrnehmen kann und die Rechte des Urhebers des Bauwerks beim Ausbau des Stadions gewahrt bleiben.»

Zudem sei die Stadt an die Regeln des öffentlichen Beschaffungswesens gebunden.

Derzeit bereitet das BUV die nächsten zwei Projektphasen, das Bauprojekt und die Baubewilligung, vor. Über die Erweiterung des Daches wird letztlich aber das Stadtparlament zu beraten haben. Wann das genau sein wird, steht noch nicht fest.

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