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Goalie Philipp Köhn: Von der Challenge in die Champions League

In der vorigen Saison stand der 23-Jährige noch beim FC Wil im Tor. Nun ist der schweizerisch-deutsche Doppelbürger Stammgoalie beim österreichischen Champions-League-Teilnehmer Salzburg.

Daniel Good
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Der ehemalige Wiler Torhüter Philipp Köhn ist mittlerweile Stammgoalie beim österreichischen Serienmeister Salzburg

Der ehemalige Wiler Torhüter Philipp Köhn ist mittlerweile Stammgoalie beim österreichischen Serienmeister Salzburg

Bild: Krugfoto/APA

In Salzburg sind sie äusserst zufrieden mit dem jungen Fussballtorhüter. Anfang dieser Woche wurde der Vertrag bis Ende Juni 2025 verlängert.

Philipp Köhn ist nach einer Saison in der Schweizer Challenge League die Nummer eins im Tor des österreichischen Serienmeisters Salzburg. Er stand auch in beiden Playoff-Partien zur Champions League gegen die Dänen aus Bröndby auf dem Platz und bestritt vier von fünf Bundesligaspielen mit Leader Salzburg. Ursprünglich war Köhns Vertrag bis 2022 datiert gewesen.

Das Lehrjahr in der Ostschweiz

Philipp Köhn im Dress des FC Wil

Philipp Köhn im Dress des FC Wil

Bild: Tobias Garcia

«Philipp Köhn ist ein sehr gut ausgebildeter, moderner, junger Goalie, der sich in den vergangenen Jahren toll gesteigert hat und mit seinem offensiven Torhüterspiel ausgezeichnet zu unserer Art von Fussball passt», sagte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund nach der Vertragsverlängerung.

Freund windete auch dem FC Wil ein Kränzchen:

«Das Jahr in Wil war für Philipp Köhn besonders wertvoll, denn er hat sich sowohl als Torhüter als auch als Persönlichkeit enorm entwickelt.»

Köhn wechselte im Sommer 2020 leihweise von Salzburg zum FC Wil, um Spielpraxis zu erhalten. Er bestritt mit den Ostschweizern 32 Begegnungen in der Challenge League. Meistens hinterliess Köhn einen starken Eindruck.

Der im Ruhrgebiet aufgewachsene Goalie stand in diesem Frühling auch im EM-Kader der Schweizer U21-Auswahl. Als Junior trug er das Dress von Schalke und Stuttgart. 2012 debütierte er gegen Südkorea in der deutschen U15-Auswahl. Zum ersten internationalen Einsatz mit der Schweiz kam er im August 2016 mit der U19 gegen die Slowakei. Köhns Mutter stammt aus Lausanne.

Ein Veteran und ein 21-Jähriger als Rivalen

Köhn freute sich sehr über die Vertragsverlängerung, «denn es gefällt mir hier extrem gut. Ich kann versprechen, dass ich auch weiterhin Vollgas geben und alles dafür tun werde, um mit dem FC Red Bull Salzburg erfolgreich zu sein».

Die weiteren Goalies im Kader Salzburgs sind der 38-jährige Alexander Walke und der 21-jährige Nico Mantl, beide aus Deutschland. Salzburg steht zum dritten Mal in Folge in der Gruppenphase der Champions League. Die Österreicher sind im Auslosungstopf drei eingeteilt.

Bald könnte Köhn also gegen Messi, Cristiano Ronaldo oder Neymar spielen anstatt - wie in der vergangenen Saison - gegen Aarau oder Kriens.

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