Taktik, Kampfgeist und Effizienz

Mit einer starken Leistung gelingt es dem EHC Uzwil, auswärts drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Beim Pikes EHC Oberthurgau siegen die Uzwiler in einem Spiel von extremer Wichtigkeit im Abstiegskampf mit 5:1.

Jan Brühwiler
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EISHOCKEY. Die Uzwiler waren in diesem sehr bedeutsamen Spiel in fast allen Belangen besser als der Gegner. Das Team von Trainer Roger Bader zeigte eine konzentrierte und taktisch sehr gute Leistung, liess sich von den Emotionen auf der Gegenseite nicht beeindrucken, kämpfte herausragend, und am Dienstagabend stimmte sogar die vielkritisierte Chancenauswertung. Kurzum ein gelungener Abend für die Gäste.

Erfreulich war, dass diese Leistung gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Ligaerhalt gelang. Die Ausgangslage vor dem Spiel war für die Uzwiler prekär. Zuletzt reihten sich drei Niederlage aneinander und das Schlusslicht drohte den Anschluss an die Pikes, die sich vor dem Spiel mit vier Punkten Vorsprung auf dem zehnten Rang befanden, zu verlieren. Die Tatsache, dass auch Tabellennachbar Seewen in Arosa gewann, verlieh dem grandiosen Sieg in Romanshorn sogar eine noch höhere Wichtigkeit.

Entscheidung im zweiten Drittel

Das Spiel wurde im Mitteldrittel entschieden. Nachdem Uzwil in einem umkämpften Spiel mit einer knappen 1:0-Führung in den zweiten Abschnitt starten konnte, sorgten Stüssi und Heid für das verdiente 3:0. Zu diesem Zeitpunkt merkte man den Gastgebern die enttäuschende Lage in der Liga deutlich an. Im Gegensatz zu den Uzwilern hatten sie ihre Emotionen in dieser Phase nur ungenügend unter Kontrolle und konnten unter anderem wohl auch deshalb nicht mehr reagieren. Das 1:3 durch Peer in Unterzahl war nur ein mickriges Aufbäumen, welches aber durch die schnelle Antwort von Swart gleich im Keime erstickt wurde. Im letzten Drittel lief dann nicht mehr viel, Fehlmanns 1:5 war mehr Balsam fürs Torverhältnis als ein wirklich bedeutsames Tor.

«Jedes Spiel ist wichtig»

Trainer Bader zeigte sich nach dem Spiel zufrieden wie wohl selten zuvor: «Wir haben im Training über die Wichtigkeit dieses Spiels gesprochen, aber als das Spiel begann, liessen wir das hinter uns. Heute war sicher ein Spiel, das Spass gemacht hat. Die Spieler haben die Taktik perfekt umgesetzt und wir haben keine unnötigen Strafen genommen. Jetzt bleiben noch sieben Spiele und jedes davon ist sehr wichtig.»

Den Abschluss der unteren Masterrunde bildet für den EHC Uzwil die Heimpartie gegen den EHC Frauenfeld. Für die Uzwiler besteht somit noch eine letzte Gelegenheit, vor der Abstiegsrunde gegen einen Gegner zu punkten, auf den sie nachher nicht mehr treffen. Frauenfeld wird zusammen mit dem EHC Arosa die Playoffs bestreiten können.

Pikes – EHC Uzwil 1:5 (0:1, 1:3, 0:1) EZO – 239 Zuschauer – Sr. Meier (Hungerbühler, Tschenett). Tore: 18. Bucher (Elsener) 0:1, 32. Stüssi (Elsener, Auschluss Peer) 0:2, 35. Heid 0:3, 38. Peer (Strasser, Ausschluss Stäheli!) 1:3, 39. Swart (Stoob) 1:4, 45. Fehlmann (Heid, Eigenmann) 1:5. Strafen: 3mal 2 Min. gegen Oberthurgau, 5mal 2 Min. gegen Uzwil. Uzwil: Gallmann; Frenzel, Sturzenegger; Hiltebrand, Hofer; Klopfer, Berweger; Swart, Koch, Stoob; Eigenmann, Bucher, Elsener; Locher, Heid, Fehlmann; Puntus, Stüssi, Tius. Oberthurgau: Caduff (51. Mazza); Rieser, Schmutz; Stäheli, Sury; Kurzbein, Lattner; Hügli, Baumgartner; Müller, Stierli, Wepfer; Strasser, Peer, Zeller. Bemerkungen: Uzwil ohne Bischof (verletzt). 35. Time-out Pikes.

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