TAGUNG: 40 Jahre miteinander verbunden

Die Delegierten des Verbands der katholischen Kirchgemeinden des Kantons St. Gallen trafen sich zur 40. Hauptversammlung in Lenggenwil. Danach referierte Hildegard Aepli über das Projekt «Kirche mit den Frauen».

Ernst Inauen
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Die Gastreferentin Hildegard Aepli erzählte über die eindrückliche Pilgerreise der Frauen nach Rom. (Bild: Ernst Inauen)

Die Gastreferentin Hildegard Aepli erzählte über die eindrückliche Pilgerreise der Frauen nach Rom. (Bild: Ernst Inauen)

Ernst Inauen

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An der diesjährigen Jubiläums-Delegiertenversammlung in Lenggenwil nahmen 148 Delegierte aus 74 Pfarreien teil, darunter alle Kirchgemeinden der Region Wil. Das Wiler Vorstandsmitglied Cornelia Graf schaffte die Verbindung des Verbandes zu den Organisatoren. Lenggenwil zeigte sich als gastfreundlicher Tagungsort. Die Kirchen- und Pfarreiräte engagierten sich im Service und verwöhnten die Teilnehmenden aus dem ganzen Kanton mit Speis und Trank. Patrick Mader, Präsident der St. Mauritius-Pfarrei, begrüsste die Gäste und schilderte die geschichtlichen und kirchlichen Hintergründe des Gastortes.

Präsident Josef Eberhard informierte über Geschäfte, die im vergangenen Jahr beschäftigten. Von Zeit zu Zeit treffen sich Vertreter der Kirchgemeinden regional zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Der Administrationsrat des Bistums St. Gallen führte die Kirchenverwaltungen bei dezentralen Informationsabenden in die neue Gesetz­gebung ein. Er informierte über das neue Personaldekret. Innerhalb der nächsten Jahre sollen auch das Verwaltungsdekret und das Haushaltreglement revidiert werden. Das Ordinariat erarbeitet einen «Leitfaden für Freiwillige im Bistum St. Gallen» für gleiche Rahmenbedingungen bei freiwilliger Mitarbeit. «Wir hoffen, dass dieses Werk die tägliche Arbeit unterstützen wird und in finanzieller Hinsicht kirch­gemeindeverträglich ist», sagte der Präsident.

Gleichstellung von Mann und Frau anstreben

Im Anschluss an die Delegier­tenversammlung berichtete die Gastreferentin Hildegard Aepli über die zweimonatige Pilger­reise von Frauen nach Rom. Eine neunköpfige Kerngruppe bereitete das Projekt vor. «Wir wollen mit dieser Aktion das Anliegen vertreten, dass in der katholischen Kirche die Gleichstellung von Mann und Frau angestrebt wird. Männer und Frauen zusammen geben der Kirche eine Stärke», betonte die Referentin. Mit der Zustimmung und dem Segen von Bischof Markus Büchel wurde das Projekt realisiert.

Die Frauen nahmen am Wiboradatag, 2. Mai vergangenen Jahres, den Weg unter die Füsse. Insgesamt rund 1200 beschwerliche Kilometer legten die Pilgerinnen zurück. Auf einigen Teilstrecken nahmen weitere Frauenam Pilgerweg teil. Auch wenn eine Begegnung mit dem Papst leider nicht zu Stande gekommen sei, habe die Aktion doch breite Zustimmung gefunden und für grosses Aufsehen gesorgt, sind die Initiantinnen überzeugt. Das Projekt «Für eine Kirche mit den Frauen» wird demnächst in Luzern mit dem Herbert-Haag-Preis ausgezeichnet.