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Täter will sich zum Opfer machen

«Züchter fordern mehr Menschlichkeit», Ausgabe vom 20. September
Marlène Gamper, Glattfelden

Es ist grossartig, dass der Stadtrat bezüglich artgerechter Kaninchenhaltung auf städtischem Boden standhaft geblieben ist. Der Züchter, der so uneinsichtig und unbelehrbar war, jammerte bei seinen Vereinskollegen. Diese wurden vorstellig und wollten sogar mit Geld den Entscheid ändern lassen. Meine Güte. Das grenzt an Bestechung: Unverfroren, unbelehrbar sind die Kaninchenzüchter. Die Aussage, dass es zwar nicht artgerecht, aber auch nicht ausdrücklich verboten sei, Kaninchen einzeln zu halten, ist dumm und zeigt ihre Einstellung. Muss denn alles genau beschrieben sein, was nicht gut ist? Sogar ein Kind im Kindergartenalter weiss, was ein Kaninchen braucht, um artgerecht gehalten zu werden. Die Züchter haben hier deutlich bewiesen, dass es sie keinen Deut interessiert, ob es den Tieren gut geht oder nicht. Sie wissen, dass es nicht artgerecht ist. Trotzdem machen sie weiter. Peinlich, dumm, uneinsichtig. Dies auch der Grund, wieso sich der Verein gegen Tierfabriken (VgT) so lange ­ mit dem Fall Eicher befassen musste.

Was dem Züchter widerfahren sei, nennen die Kaninchenzüchter eine Tragödie. Die Tragödie ist ganz woanders! Da macht man den Täter zum Opfer? Ich bin sehr stolz auf den Stadtrat, der genau richtig argumentiert, dass Kaninchen soziale Wesen sind. Herr Stutz hat mehr Wissen über Kaninchen als die Züchter, welche sich mit Schutzbehauptungen und Wehklagen gegen das Wohl der Tiere stellen. Der Eigentümer, der Land zur Verfügung stellt oder vermietet, bestimmt, was dort erlaubt ist. Ob man Feuer machen darf, eine Musikanlage installiert oder ein Bordell einrichten darf oder nicht. Und die Stadt will keine solchen Kaninchengefängnisse. Basta. Viel zu lange wurde auf städtischem Grund und Boden Tierelend geduldet.

Bravo Herr Stutz, dass Sie sich den Schwächsten und Ärmsten annahmen und ein deutliches und wichtiges Signal setzen. Danke auch dem VgT für die unermüdliche Arbeit an der Front gegen die nicht artgerechte Haltung von Kaninchen. Es ist traurig, die Kaninchen allein und einsam in Kisten hocken zu sehen.

Marlène Gamper, Glattfelden

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