Synergien noch besser nutzen?

An der Bürgerversammlung der Einheitsgemeinde Oberuzwil standen insbesondere das Gutachten bezüglich Umstellung der Strassenbeleuchtung sowie ein Antrag zur Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden im Zentrum.

Christine Gregorin
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OBERUZWIL. «Die Umsetzung der Legislaturziele gestaltet sich erfreulich. Während der vergangenen Amtsperiode konnte ein Grossteil davon erreicht werden», konstatierte Cornel Egger in seiner Begrüssung. Als ein Beispiel nannte er die Verwirklichung der Überbauungen an den Standorten Schützengarten, Heerpark und auch im Bereich Zehntland, die der gewünschten und zugleich qualitativen Entwicklung der Bevölkerung entsprechen. In der Folge führte der Gemeindepräsident zügig durch die Bürgerversammlung: Gemeinderechnung 2012 wie auch Voranschlag und Steuererhebung 2013 wurden von den gut 270 Anwesenden einstimmig gutgeheissen. Der Steuerfuss verbleibt auf 135 Prozent.

Sukzessive Erneuerung

An der Bürgerversammlung 2012 hatte Diana Eisenring den Antrag gestellt, ein Investitionsprojekt zur Umstellung der Strassenbeleuchtung auf LED auszuarbeiten und an der nächsten Bürgerversammlung vorzulegen. Daraufhin gab der Gemeinderat bei der Hochschule für Technik in Rapperswil eine Studie in Auftrag. Diese zeigte, dass besagte Umstellung mindestens 600 000 Franken kosten würde. Die Amortisationszeit wäre länger als die zu erwartende Lebensdauer der neuen Leuchtkörper. Die aktuelle Strassenbeleuchtung sei überdies noch in einem zu guten Zustand beziehungsweise zu neu, um ausgewechselt zu werden.

Nach Rücksprache mit der Antragstellerin unterbreitete der Gemeinderat letztlich folgenden Vorschlag zuhanden der Stimmberechtigten: «Auf eine sofortige, komplette Sanierung mit Umstellung auf LED sei zu verzichten. Bei Neuerschliessungen oder Sanierungen von ganzen Strassenzügen sei auf LED umzustellen.» Dem behördlichen Antrag wurde ohne Gegenstimme zugestimmt.

Fusion derzeit kein Thema

«Eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit den umliegenden Nachbargemeinden sei zu prüfen», lautete das in der Allgemeinen Umfrage vorgetragene Votum von Erich Peter. Synergien vermehrt nutzen, Zusammenarbeit intensivieren und fördern, dazu geeignete Organisationsformen finden und die Eigenständigkeit nur dort preisgeben, wo es wirklich Sinn macht, – verdeutlichte der seit neun Jahren in Oberuzwil Wohnhafte sein Anliegen. In seiner Replik betonte Cornel Egger, dass in vielen Bereichen Synergien genutzt werden, mit ansteigender Tendenz. An der Klausurtagung im Dezember 2012 hätte sich der aktuelle Gemeinderat ferner einstimmig gegen eine Fusion mit Uzwil ausgesprochen. «Eine Fusion ist immer eine Frage des Portemonnaies und selbstredend des Herzens», stellte der Gemeindepräsident abschliessend fest. Am Ende verwarf eine grosse Mehrheit den Antrag Peter und sprach dem Gemeinderat damit ihr Vertrauen aus.

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