Syna-Sektion zieht Fusion in Betracht

An der Hauptversammlung der Syna Sektion Wil-Uzwil wurde ein Zusammenschluss mit der Sektion Hinterthurgau diskutiert. Beide Sektionen haben Probleme, vakante Stellen im Vorstand zu besetzen. Gering ist auch das Interesse an den Aktivitäten.

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Regionalsekretär Vincenzo Urso (rechts) mit den an der HV geehrten langjährigen Mitgliedern. (Bild: Ernst Inauen)

Regionalsekretär Vincenzo Urso (rechts) mit den an der HV geehrten langjährigen Mitgliedern. (Bild: Ernst Inauen)

HENAU. Ronny Brunschwiler konnte bei seiner zweiten Jahresversammlung als Sektionspräsident im Restaurant Rössli in Henau rund 60 Personen begrüssen. Das Interesse für die angebotenen Anlässe und an solidarischer Gewerkschaftsarbeit sei bei den Mitgliedern gering, bedauerte der Präsident. Der Vorstand würde sich freuen, wenn sich noch mehr Mitglieder aktiv beteiligen könnten. Ausserdem seien im Vorstand noch immer vakante Stellen zu besetzen.

Zu Diskussionen kam es beim Antrag des Vorstandes, es seien Verhandlungen mit der Sektion Hinterthurgau bezüglich einer Fusion aufzunehmen. Die Regionalsekretärin Margrith Künzi, Frauenfeld, schilderte die Ausgangslage: Der Präsident der Sektion Hinterthurgau musste aus gesundheitlichen Gründen sein Amt abgeben. Die Regionalsekretärin übernahm ad interim die Leitung. Ein neuer Präsident und neue Vorstandsmitglieder seien nicht zu finden, berichtete Künzi, weshalb eine Fusion in Betracht zu ziehen sei.

Aus Kreisen der Versammlung in Henau befürchteten Votanten rechtliche und organisatorische Probleme. Zuerst seien genauere Abklärungen vorzunehmen. Die Sekretärin erwiderte, dass die Syna Ostschweiz mit ihren über 3100 Mitgliedern schon jetzt die Regionalsektionen der beiden Kantone St. Gallen und Thurgau betreue. Eine Konsultativabstimmung ergab eine klare Mehrheit, die eine Weiterführung der Verhandlungen verlangte.

Der St. Galler Regionalsekretär Vincenzo Urso sprach das Thema faire Arbeitszeit an. 2011 seien laut Umfrage 219 Millionen Überstunden geleistet worden. Das entspreche rund 113 000 Vollzeitstellen. «Wenn man die Arbeitslosenzahl per Ende 2013 mit 133 000 Personen damit vergleicht, könnte diese praktisch ausgeglichen werden», gab Urso zu bedenken. (ei)

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