SVP Zuzwil sieht die Gemeinde weniger familienfreundlich als früher

Die SVP Zuzwil ist gegen eine weitere Steuerfusssenkung in der Gemeinde und kritisiert die Haltung der FDP.

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Wie familienfreundlich ist Zuzwil?

Wie familienfreundlich ist Zuzwil?

Symbolbild: Patrick Hürlimann

(pd) Die FDP Zuzwil bezeichnet in den Medien die Gemeinde Zuzwil als familienfreundlich. Tatsächlich sei Zuzwil im Jahr 2001 bei einem Steuerfuss von 122 Prozent, einer Einwohnerzahl von 4066 und einer gesamten Schülerzahl von 676 familienfreundlicher gewesen, sagt der Präsident der SVP Zuzwil, Walter Kerschbaumer.

«Im Jahr 2011 betrug der Steuerfuss 103 Prozent, die Einwohnerzahl belief sich auf 4628 und die gesamte Schülerzahl betrug 666. Danach ging die Schülerzahl rasant zurück. Im Jahr 2013 betrug der Steuerfuss noch 100 Prozent und die Einwohnerzahl stieg auf 4711 an.»

Exodus der Dorfjugend

An der Bürgerversammlung 2013 habe die SVP Zuzwil auf den Exodus der Dorfjugend und der jungen Familien hingewiesen und beantragt, die Steuersenkung abzulehnen, um für die Dorfjugend attraktive Angebote zu bieten, jedoch ohne Erfolg, sagt der SVP-Präsident.

«FDP und CVP merken bis heute immer noch nicht, dass Zuzwil mit den Steuersenkungen für Familien weder lebendig noch attraktiv wurde, da Wohnungen und Liegenschaften infolge Steuerfusssenkungen nicht bezahlbar sind.»

Schülerzahl ist sukzessive gesunken

Ende 2019 betrug die Einwohnerzahl 4766 Personen, der Steuerfuss 87 Prozent und die gesamte Schülerzahl noch 530. «Wer immer noch an das liberale FDP-Märchen eines familienfreundlichen Zuzwils Glauben schenkt, dem sei gesagt: In den Jahren von 2003 bis 2019 hat die Schülerzahl von 729 auf 530 um nicht weniger als 199 bzw. 27,3 Prozent abgenommen, obwohl im gleichen Zeitraum die Einwohnerzahl von 4212 um 554 bzw. 13,1 Prozent auf 4766 stieg und der Steuerfuss von 125 Prozent um 38 Prozent bzw. fast ein Drittel auf 87 Prozent sank – und jetzt wegen der Gemeindewahlen im Herbst nochmals um 5 Prozent sinken soll», sagt Walter Kerschbaumer.

Der Gemeinderat täte gut daran, das Logo zu wechseln auf «Zuzwil veraltet und unattraktiv» und sich aufgrund der Überalterung der Gemeinde mit einer Vergrösserung des bestehenden Pflegeheims auseinanderzusetzen, als den Steuerfuss zu reduzieren.

Komme hinzu, dass die gegenwärtige Virus-Pandemie schwerwiegende gesundheitliche und wirtschaftliche Einschränkungen mit sich bringe. Aufgrund dieser Tatsachen lehne die SVP Zuzwil eine erneute Steuersenkung ab, sagt der Ortsparteipräsident.