SVP will zweiten Gemeinderatssitz

Die SVP Jonschwil-Schwarzenbach tritt an den Kommunalwahlen im September mit zwei Kandidaten für den Gemeinderat an. Neben dem bisherigen Bruno Näf hat die Ortspartei Bruno Scheiwiller nominiert.

Christof Lampart
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Neben Bruno Näf kandidiert auch Bruno Scheiwiller für den Gemeinderat. Zudem nominierte die SVP Eugen Meier für weitere vier Jahre als Präsident der Dorfkorporation Schwarzenbach (von links). (Bild: Christof Lampart)

Neben Bruno Näf kandidiert auch Bruno Scheiwiller für den Gemeinderat. Zudem nominierte die SVP Eugen Meier für weitere vier Jahre als Präsident der Dorfkorporation Schwarzenbach (von links). (Bild: Christof Lampart)

SCHWARZENBACH. Ziel der SVP sei es, einen zweiten Sitz im Jonschwiler Gemeinderat zu gewinnen, sagte Ortsparteipräsident Peter Haag an der Mitgliederversammlung vom Freitagabend zu seinen Parteifreunden. Haag begründete den Schritt, neben dem seit 2009 als Gemeinderat amtenden Bruno Näf (Ressort Kultur, Alter, Wirtschaft) einen zweiten Mann für den Gemeinderat zu portieren, mit dem guten Abschneiden der SVP bei den letzten Wahlen. «Mit 38, 1 Prozent Wähleranteil bei den Kantonsratswahlen darf man wohl sagen, dass die Mehrheit der Gemeindebevölkerung unserem Gedankengut und unserer Politik nahe- steht, und es deshalb legitim ist, sich für einen zweiten Sitz im siebenköpfigen Gemeinderat zu bewerben», begründete Haag.

Bestens vernetzt

Tatsächlich könnte dieses Ziel nun schon bald in greifbare Nähe rücken, nominierte doch die SVP mit dem in Jonschwil aufgewachsenen und sozial und politisch bestens vernetzten 52jährigen Bruno Scheiwiller einen Kandidaten, der auch viele Wählerinnen und Wähler über die eigene Partei hinaus ansprechen dürfte. Denn Scheiwiller ist nicht nur eines der Gründungsmitglieder der SVP-Ortspartei, sondern auch aktueller Schulrats-Vizepräsident. Er hat bereits in mehreren Gremien (Bildung Einheitsschulgemeinde, Findungskommission Gemeindepräsident, Teilrevision Ortsplanung ) zum Wohle der Gemeinde mitgewirkt.

Bezüglich seiner Motivation erklärte Scheiwiller, dass er als Mitglied der Schulbehörde sehr gut mit dem Gemeinderat zusammengearbeitet habe. Egal, ob dies beim Neubau des Jonschwiler Kindergartens, bei der Schulraumplanung in Schwarzenbach, der ausserschulischen Nutzung von Schulanlagen oder im Bereich Sicherheit bei ausserschulischen Anlässen gewesen sei, stets habe ihn die professionelle und effiziente Arbeitsweise des Gemeinderates beeindruckt. «Ich würde deshalb sehr gerne im Gemeinderat mitwirken und Verantwortung übernehmen», erklärte Scheiwiller seinen Parteifreunden.

SVP setzt auf Konsens

Zugleich bekräftigte Peter Haag seinen Willen, auch in Zukunft nicht als «Polteri-Partei», sondern als akzeptierte, seit mehreren Jahren verankerte Konsenspartei wahrgenommen werden zu wollen. Aus diesem Grund habe die SVP schon im Vorfeld der eigenen Nomination gegenüber den anderen Ortsparteien mit offenen Karten gespielt und deutlich kommuniziert, wen man für den Gemeinderat zu nominieren gedenke. Mit diesem Vorgehen wolle die SVP zum einen für Transparenz sorgen und zum anderen Kampfwahlen verhindern.

Damit Letzteres möglich werde, müsste jedoch die SVP auch die Vorschläge der anderen Ortsparteien akzeptieren, betonte Haag. Deshalb liess der Parteipräsident die Mitglieder symbolisch und im Sinne von Korporationswillen über die Nomination der Kandidierenden der anderen Parteien abstimmen. Die SVP-Mitglieder folgten einstimmig dem Antrag.

Rücktritt aus dem Vorstand

Ebenso unumstritten war die Nomination des langjährigen Präsidenten der Dorfkorporation Schwarzenbach, Eugen Meier, für eine weitere Amtszeit von vier Jahren. Auch wurde bekanntgegeben, dass Beisitzer Marcel Hegelbach aus beruflichen Gründen auf die nächste Hauptversammlung hin aus dem Vorstand der SVP Jonschwil zurücktreten wird.