SVP unterstützt Ralf Fischli

Im Jonschwiler Schulrat ist wegen des Rücktritts von Thomas Plattner am 18. Mai eine Ersatzwahl nötig. Die SVP portierte den Parteilosen Ralf Fischli.

Philipp Stutz
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Referierten an der HV der SVP Jonschwil: Kantonsrat Erwin Böhi, Ortsparteipräsident Peter Haag, Nationalrat Lukas Reimann und Kantonsrat Mike Egger, Präsident der Jungen SVP (von links). (Bild: Philipp Stutz)

Referierten an der HV der SVP Jonschwil: Kantonsrat Erwin Böhi, Ortsparteipräsident Peter Haag, Nationalrat Lukas Reimann und Kantonsrat Mike Egger, Präsident der Jungen SVP (von links). (Bild: Philipp Stutz)

SCHWARZENBACH. Der Parteilose Thomas Plattner hat auf Ende 2013 seinen Rücktritt als Schulrat eingereicht, weil er zum Schulleiter des Oberstufenzentrums Degenau gewählt worden ist. Die SVP Jonschwil-Schwarzenbach stellt zurzeit zwei von vier Schulräten. «Wir hatten deshalb keine Ambitionen, einen weiteren Sitz zu erobern», sagte Peter Haag, Präsident der Ortspartei, an der HV vom Freitag.

Schwarzenbacher erwünscht

Die übrigen Ortsparteien begaben sich deshalb auf Kandidatensuche. Die FDP fand in Jonschwil einen parteilosen Kandidaten. Doch die CVP forderte, der Anwärter habe in Schwarzenbach und nicht in Jonschwil Wohnsitz zu haben. «Die Ortsparteien hatten vereinbart, Kampfwahlen zu vermeiden», sagte Haag. Aus diesem Grund habe die FDP ihre Kandidatur wieder zurückgezogen. Nicht ohne Groll, wie Haag anfügte.

SVP nahestehend

Die CVP fand mit Ralf Fischli einen Kandidaten, der nun auch von der SVP unterstützt wird. «Für uns ist diese Kandidatur so etwas wie ein Glücksfall», befand Haag. Fischli sei engagiert und stehe dem Bürgertum nahe. Zudem sei er in einer «SVP-Familie» aufgewachsen. Ralf Fischli ist 35jährig, verheiratet und Vater von drei Kindern, von denen zwei schulpflichtig sind. Als Selbständigerwerbender führt er die Firma Melktech Säntis in Schwarzenbach. Fischli hat in einem Gespräch mit der SVP zum Ausdruck gebracht, dass jeder ausgegebene Franken genau betrachtet werden müsse. Das sei im Geschäftsleben nicht anders. Der Anwärter auf den Schulratssitz betrachtet es als eine seiner Stärken, seine Meinung zu vertreten und daran festzuhalten. Er ist an Bildungsfragen ebenso interessiert wie an anderen politischen Themen.

«Ein schwarzer Tag»

In seinem Jahresbericht kritisierte Peter Haag das Vorgehen beim Wasserschaden in der Kläranlage Schwarzenbach, «einem schwarzen Tag für die Region». Laut dem Parteipräsidenten hätte bei der Bewältigung des Schadenfalls auch der Zivilschutz beigezogen werden können. Sei doch die Feuerwehr gemäss Bevölkerungsschutzgesetz für die Rettung und allgemeine Schadenwehr in erster Staffel zuständig und nicht für die Überwachung von Wasserschläuchen. Haag kritisierte weiter, dass die Sicherheit der Schulkinder bei der Kapellkreuzung nicht gewährleistet sei. Trotz mehrfacher Intervention habe der Gemeinderat bisher nichts unternommen, um die Sicherheit zu verbessern.

«Zügig umsetzen»

Kantonsrat Erwin Böhi informierte über die Spitalplanung, über die das Kantonsparlament diese Woche beraten wird. Mike Egger stellte die Junge SVP vor. Diese sieht wegen steigender Kriminalität eine Art Bürgerwehr als Möglichkeit vor, die Bevölkerung vor weiteren Einbruchserien zu schützen. Das Ja zur Volksinitiative gegen Masseneinwanderung sei mit einer Wende in der Einwanderungspolitik gleichzusetzen, betonte Nationalrat Lukas Reimann. Nun sei die Initiative zügig umzusetzen.

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