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SVP sucht auch hier Haar in der Suppe

«Stadt sendet ein falsches Signal», Ausgabe vom 13. Januar
Christa Grämiger, Stadtparlamentarierin Cvp, Bronschhofen

Als Mitglied der städtischen Integrationskommission, aber auch als Wilerin, muss ich auf diesen, nur auf Effekthascherei beruhenden Vorstoss von Erwin Böhi betreffend Quartierschulen entgegnen. Böhi, seinerseits auch Mitglied dieser Integrationskommission, mokiert sich, dass die Besucher dieser Quartierschule für Fremdsprachige ihre Lektionen in der Wiler Moschee besuchen «müssen». Gerade die SVP, die gebetsmühlenartig immer wieder die fehlende Integration unserer ausländischen Mitbewohner fürs sich reklamiert, sollte dieses Entgegenkommen der islamischen Vereinigung schätzen, Räume für die Quartierschule zur Verfügung zu stellen. War es doch gerade diese Partei, die im Vorfeld der Realisierung der Moschee immer wieder darauf hinwies, dass hier eine Parallelgesellschaft entstehenden könnte.

Nun bietet die Moschee Hand, öffnet ihre Türen und stellt ihre Räume zur Verfügung, toll meine ich. Aber nein, auch hier sucht die SVP verzweifelt ein Haar in der Suppe und versteckt sich hinter dem Argument, dass «eine Lokalität, keinerlei Hemmschwelle religiöser, kultureller oder andere Natur aufweisen soll». Ein Kurslokal kostenneutral untertags in Wil zu finden, ist schwierig und allein von städtischer Seite kaum machbar. So sind seit jeher die Kirchen am Ort bereit, hier in die Bresche zu springen und Raum zur Verfügung zu stellen. Einem Kursteilnehmer ist demnach bis heute zumutbar, den Raum in der katholischen oder evangelischen Kirche zu besuchen, auch wenn er zum Beispiel muslimischen Glaubens ist.

Überdies sind ja nicht alle Räume in den verschiedenen Kirchen und Zentren sakraler Natur, sind öffentlich und können problemlos von allen Glaubensrichtungen besucht werden. Wenn dies aber für die SVP und Erwin Böhi trotzdem problematisch ist, rege ich an, die Kurse doch bei den SVP Mitgliedern zu Hause in der Stube zu organisieren. Aber vielleicht käme dann der Begriff «anderer Natur» zum Tragen und es wäre für die Kursteilnehmer auch nicht zumutbar.

Für das gute und friedliche Zusammenleben braucht es von allen Bewohnern unserer schönen Stadt Wil ein Minimum an gutem Willen und das erwarte ich auch von der SVP.

Christa Grämiger, Stadtparlamentarierin CVP, Bronschhofen

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