SVP-Politikerin musste Billet abgeben

WIL. Die Wiler Stadtparlamentarierin Sarah Bösch hat sich nach einem positiv ausgefallen Atemlufttest auf Facebook über die St.Galler Stadtpolizei aufgeregt. Nun wird aufgrund einer Polizeimeldung klar, dass die SVP-Politikerin ihr Billet los ist.

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Sarah Bösch ärgerte sich erst kürzlich auf Facebook über das Vorgehen der Polizei. (Bild: Ralph Ribi)

Sarah Bösch ärgerte sich erst kürzlich auf Facebook über das Vorgehen der Polizei. (Bild: Ralph Ribi)

Auch wenn Sarah Bösch nicht namentlich erwähnt wird, die Polizeimitteilung von Montag lässt nur einen Schluss zu: "Am Sonntag um 22.15 Uhr kontrollierte die Stadtpolizei St.Gallen auf der Gartenstrasse eine 33-jährige Autolenkerin." Der Atemlufttest habe einen Wert von über 0,8 Promille ergeben, weshalb eine Blutentnahme im Kantonsspital St.Gallen erfolgt sei. "Der Führerausweis wurde der Lenkerin auf der Stelle abgenommen."

Post gelöscht
Bei der 33-jährigen Autofahrerin muss es sich um Sarah Bösch handeln. Diese wurde am Sonntagabend von der Polizei kontrolliert und wegen 0,8 Promille für eine Blutabnahme ins Spital gebracht.Diese Informationen hat Bösch selber an die Öffentlichkeit getragen - auf ihrer Facebook-Seite.

Darauf aufmerksam wurde das Nachrichtenportal Watson. Bösch hatte noch während der Kontrolle auf Facebook geschrieben: "Wegen 0,++ (wahrscheinlich über 0,5) Promille muss ich ins Spital Blut abnehmen. Ich fühle mich munter, frisch, spüre null Promille!" Bösch zeigte sich "unglaublich geschockt" ob der "krassen Bürokratie". Nach dem Post wurde Bösch von ihren Facebook-Freunden kritisiert - sie löschte darauf ihren Beitrag.

Die Lehrerin fiel allerdings nicht zum ersten Mal negativ auf. Sie hatte 2011 für die Schulkommission im zürcherischen Kilchberg kandidiert, Sarah Bösch wurde später jedoch von der Ortspartei ausgeschlossen, wie "20 Minuten" berichtet.

"Es ist korrekt, wir haben uns von Frau Bösch getrennt", bestätigt Parteipräsident Arnold Suter gegenüber "20 Minuten". Zu den genauen Gründen wollte er sich nicht äussern. (jmw/maw)

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