Sutter und Sprecher treten wieder an

Am Wochenende hatte die Bürgerschaft der Gemeinde Kirchberg ein Mitglied für den Gemeinderat zu wählen. Für den vakanten Sitz stellten sich drei Kandidaten zur Verfügung. Das absolute Mehr erhielt keiner der drei. Zwei treten nochmals an, Marc Metzger hat sich noch nicht entschieden.

Zita Meienhofer
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Kirchberg. Marc Metzger aus Kirchberg, 24-jährig, Mitglied der SP, sowie Michael Sutter aus Bazenheid, 34-jährig, Mitglied der FDP und Werner Sprecher aus Bazenheid, 57-jährig, Mitglied der SVP, stellten sich als allfälliger Nachfolger von Robert Brem (SVP) zur Verfügung. Die Chancen der drei Kandidaten waren durchaus intakt. Dass es zu einem zweiten Wahlgang kommen werde, darauf tippten etliche Stimmberechtigte der Gemeinde Kirchberg.

Etwa um die Mittagszeit waren die Stimmzettel ausgezählt. Von den 4836 Stimmberechtigten nahmen 1999 ihre Pflicht wahr und gingen an die Urne. Das ist eine Stimmbeteiligung von 41,3 Prozent. Leere Stimmzettel lagen 38 in der Urne, einer war ungültig. Somit betrug das absolute Mehr 981 Stimmen. Dieses Resultat erreichte keiner der drei Kandidaten. Michael Sutter erhielt 750 Stimmen, 674 gingen zu Werner Sprecher, und Marc Metzger konnte 516 für sich verbuchen. 20 Stimmen gingen an Vereinzelte.

Duell: FC gegen TV

Für Werner Sprecher, den Unternehmer aus Bazenheid, ist klar, dass er im zweiten Wahlgang am 28. November wieder dabei sein wird und somit einen der SVP-Sitze im Kirchberger Gemeinderat verteidigen werde. Er habe eigentlich gedacht, dass keiner das absolute Resultat erreichen werde. «Wir sind drei starke Kandidaten, entsprechend haben wir auch alle etwa gleich viele Stimmen erreicht», erklärt Werner Sprecher. Im zweiten Wahlgang verspricht er sich Chancen. Es komme aber darauf an, ob wieder alle <in den Ring> steigen werden.

Sprecher, der mit Plakaten und dem Slogan «dä kenn i – dä wähl i!» wirbt, wird nicht mehr gross auf Stimmenfang gehen. Vielleicht könne er noch den einen oder anderen vom Bazenheider Turnverein gewinnen, denn sein «Konkurrent» Michael Sutter ist im Turnverein; er selber ist Mitglied des Fussballclubs. Es sei eigentlich ein Duell FC gegen TV», sagt Sprecher lachend.

Neue Erfahrung

«Mit diesem Resultat werde ich sicher wieder antreten», sagt Michael Sutter. Der technische Kaufmann aus Bazenheid konnte am meisten Stimmen für sich verbuchen. Er geniesst die Unterstützung seiner Partei sowie der CVP. Sutter hat sich über das Resultat gefreut, im Vorfeld der Wahlen aber auch neue Erfahrungen gemacht: «Ich habe noch nie einen Wahlkampf erlebt.» Er habe bislang nicht sehr viel Werbung für sich gemacht, müsse diese allenfalls noch intensivieren, damit er das Stimmvolk für den zweiten Wahlgang motivieren könne.

Mit der Stimmbeteiligung ist der Bazenheider zufrieden.

Entscheid fällt am Montag

Der jüngste der drei Kandidaten, Marc Metzger aus Kirchberg, der als Kaufmann tätig ist, ist mit dem Resultat zufrieden, obwohl er sich am Ende der Rangliste befindet. Er hätte sich zwar gewünscht, dass er wenigstens an zweiter Stelle gewesen wäre, so Metzger. Ob er im zweiten Wahlgang nochmals antreten wird, weiss Marc Metzger noch nicht. «Ich muss noch eine Nacht darüber schlafen», sagt der 24-Jährige.

Er werde das Resultat für sich sowie mit Mitgliedern seiner Partei analysieren. Am Montag werde er informieren.

Der zweite Wahlgang ist am 28. November, dann zählt nur noch das relative Mehr. Tritt Metzger nicht mehr an, wird es interessant sein zu sehen, welcher Kandidat Metzgers Stimmen für sich verbuchen kann.